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erneuerung der Basilika von Vicenza , einer Construktion alt-teutschen oder gothischen Styls, vorbehalten. Dieß war einsehr großes Gebäude, ehemals mit Säulenlauben umgeben,vermuthlich eine Nachahmung der Basiliken der alten Nömer;denn es scheint, daß ehemals hier Gericht gehalten wurde.Der Verlauf der Zeit und verschiedene Zufälle hatten sie ineinen gefährlichen Zustand des Verfalls gesetzt. Von demfünfzehnten Jahrhundert an waren besonders an den äußerenSäulenlauben wichtige Reparaturen vorgenommen worden, dieindessen keinen andern Zweck hatten, als den Fortschritten desUebels Einhalt zu thun. Es wurde so gefahrdrohend, daßmehrere Architekten darüber zu Rathe gezogen und aufgefordertwurden, die wirksamsten Mittel anzugeben, das innere Haupt-schiff wo möglich dadurch zu erhalten, daß man es außendurch neue Säulenlauben unterstützte, die ihm zugleich zurWiderlage dienten. Julius Romanus, welcher sich damals zuMantua niedergelassen, schickte ein Projekt hierüber ein; aberPalladio's Plan erhielt den Vorzug.
Nichts ist in der Architektur schwerer, als mit dem Ueberresteeines Gebäudes, den man beibehalten muß und dessen Geschmackveraltet ist, eine neue Compositivn zu verbinden, die weder etwasUebcrflüssiges noch Fremdartiges darbietet, und bei welcher dieKunst nicht wahrnehmen läßt, daß dem Künstler irgend einZwang auferlegt war. Es war gewiß ein Meisterstück von Sei-ten Palladio's , außen an der Stützmauer dieser alten Con-siruktion Säulengänge anzubringen, die mit derselben in einemsolchen Verhältnisse stehen, daß man kaum ahnet, daß dieß Ge-bäude so verschiedenen Zeiten und den Baustplen so weit voneinander entfernter Epochen angehöre. Der Architekt verfieldarauf, rings um den Saal, den er erhalten sollte, zweiReihen Gallerten, Eine über die Andere und zwar die Untereaus dorischen und die obere aus jonischen Säulen aufzuführen.Sowohl die oberen als die unteren Säulen sind an den Pfei-