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alle Werke von einiger Wichtigkeit in Anspruch zu nehmen.So verlangte man von ihm, im Jahre 1561, die Zeichnun-gen zu einem Theater, welches man in dem großen Säle desStadthauses errichten wollte, um das Trauerspiel Oedipus aufzuführen. Eine ähnliche Gelegenheit gab ihm wiederholtenAnlaß, gleichsam zu einem Präludium zu dem letzten undgroßen Werke in dieser Art, wovon wir weiter unten sprechenwerden. Zu Venedig nämlich hatte er ein anderes Theateraufzuführen, welches Federigo Zuccaro decorirte. Es wurdelange als ein Muster des guten Geschmacks aufbehalten, biseine Feuersbrunst die meisten Gebäude des Klosters verzehrte,in welchen es errichtet war.
2.1 Palladio hatte häufig Gelegenheit, den Reichthum seinerEinbildungskraft bei öffentlichen Festen zu entfalten, zu welchenverschiedene Ereignisse seiner Zeit Veranlassung gaben. Mansah ihn bei solchen Gelegenheiten Triumphbogen und Säulen,Obelisken, Fontaine», Gruppen von Figuren, Colosse allerArt, überhaupt alle Herrlichkeiten der alterthümlichen Architek-tur in vorübergehenden Denkmalen darstellen. Die DurchreiseHeinrichs IH. durch Venedig , als er Pologna verließ, um denfranzösischen Thron zu besteigen, veranlaßte öffentliche Feste,deren Verherrlichung dem Talente Palladio's übertragen wurde.Die Darstellung des Triumpfeinzugeö des Monarchen hat sichin einem Gemälde von Anvrea Vicentino erhalten und wurdevon Marsilio della Croce beschrieben.
Ein unglückliches Ercigniß bot im Jahre 1567 PalladioGelegenheit, seine Geschicklichkeit in einem ganz andern Zweigeder Baukunst an den Tag zu legen. Die aus ihren Uferngetretene Brenta hatte die Brücke von Bassano zerstört. Pal-ladio entwarf die Zeichnung zu einer Neuen, die von Steinaufgeführt werden sollte, und von welcher sich im IV. Kapiteldes dritten Buches seiner Abhandlung über die Architektur eineAbbildung befindet. Die großen Kosten erschreckten die Ein-