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Zweiter Band.
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Andrea Palladio .

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brachten Säulenordnungen, die mit einer Attika gekrönt waren.Nichts vermag eine richtigere Vorstellung von der Verzierungder Bühnen in den Theatern der Alten zu gewähren, wo be-kanntlich die Architektur sich Freiheiten erlaubte, die anderswoallenthalben als Neuerungssüchtige, willkührliche Composttionenfür wahre Unordnungen und Unregelmäßigkeiten wären gehal-ten worden. Hier kannte, wie Plinius bestätigt, der Luxusweder Ziel noch Maas. Palladio aber schien in diesemPunkte vernünftige Gränzen beobachtet zu haben. Seine allge-meine Anordnung ist weit verständiger und in seinen Verzie-rungen herrscht weit mehr Mäßigung. Ehemals verwendeteman zur Verschönerung der Theater eine unendliche Mengevon Statuen. Palladio scheint zwar dieselben bei dem Sei-nigen ebenfalls ziemlich verschwendet zu haben; doch mußman gestehen, daß mit Ausnahme jener an der zweiten Süu-lenordnung, die Uebrigen im Allgemeinen mit eben so vielGeschicklichkeit als Geschmack vertheilt und angebracht sind.

Einige behaupten und Temanza mit ihnen, daß Alles,was man an den Details der Scene tadelnswürdiges finde,dem Scamozzi angehöre, welcher die unterbrochene ArbeitPalladio's vollendet. Gewiß ist wenigstens, daß dieser nichtlange genug gelebt, um sie gänzlich zu beendigen. Nach An-deren aber war es nicht Scamozzi, sondern ein Sohn Palla-dio's , welcher die Zeichnungen seines Vaters verfolgend, andiese schöne Unternehmung die letzte Hand anlegte. Eine In-schrift über dem großen Bogen der Scene enthält die Worte:

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Die Studien, die Reisen und die Beschwerden seiner Kunstscheinen die Gesundheit Palladio's untergraben und sein Lebenabgekürzt zu haben. Er starb zu Vicenza den 19ten August