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Pierre Lcscot, Jean Gonge»».
Grad der Vollkommenheit erreicht, welchen sie dort zu er-reichen vermochten. Diese Epoche fällt in die Hälfte dessechzehnten Jahrhunderts. Damals zählte Italien , mankann sagen, fast schon zwei Jahrhunderte einer fortschreitendenKultur aller Zweige der nachahmenden Kunst. Längst schonsah man in diesem Lande allenthalben Denkmäler sich erheben,die nach allen Regeln, und dem Geschmacke der alterthüm-lichen Architektur erbaut waren. Wenn das sechszehnte Jahr-hundert im größten Glänze strahlte, muß man gleichwohlgestehen, daß in mehr als einem Punkte, das fünfzehnteihm, wenn auch nicht die Ehre, doch das Verdienst derUeberlegenheit streitig machen konnte.
Die Verbreitung des guten Geschmackes in den Künstenverdankt man besonders den italienischen Kriegen unter KarlVIII., Ludwig XII. und Franz I. Der reellste Nutzen derdrei Einfälle in Italien war für Frankreich die Kenntnißseiner Meisterwerke. Franz I. sah zu Mailand das berühmteAbendmahl von Leonardo da Vinci , und man weiß, daß eres nach Frankreich hätte transportiren lassen, wenn er esvon der Mauer, worauf es gemalt war, hätte abnehmenkönnen. Da er nun das Gemälde nicht haben konnte, nahmer den Maler mit sich, der' schon sehr alt war, wenig Werkemehr ausführte und nach drei Jahren, i. I. 1518 schonmit Tod abging.
Unter der Regierung dieses Fürsten wurde eine MengeWerke der berühmtesten Meister Italiens nach Frankreich transportirt. Als aber dieser König neue Gebäude wollteaufführen lassen, sah er die Nothwendigkeit ein, Künstleraller Art zu berufen, welche zu ihrer Verzierung beitragensollten. Zu jener Epoche wanderte eine wahre Colonie vonitalienischen Künstlern nach Frankreich. Fontainebleau wurdeder Aufbewahrungsort aller antiken Statuen, sowohl Origi-nale als Copien, sowohl in Bronze gegossene, als bloße