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Zweiter Band.
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Pierre Lescot , Jean Gougeon.

- nach diesem Plane das Louvre, entweder nur eine einzigeLinie von Gebäuden, von welchen dann der jetzige Pavillonder Uhr die Mitte ausgemacht hätte, oder ein Viereck bilden,welches nur der vierte Theil des jetzigen Vierecks gewesenwäre. Nach der von Jean Gougeon über dem Thore, wel-ches wir mit dem Namen der berühmten Tribune der Cariatidenbezeichnen, eingegrabenen Inschrift war der Theil des Gebäu-des, welcher unter Heinrich II. , im Jahre 1548, vollendetworden, unter Franz I. kaum begonnen. Die Inschrift lautet:

IIenr1cu8 II. eliri8tianii>sirnu5 vetustato oolla^sum,roüci esozitum a ^atro kraneir>co re^e clirisliaiiissimo,inortui. LÄnctissilni pareutis meinor pietissiinus Ii1iu8a1>8o1vit aulio a 8»1uto 6Iiristi AIOXXXXVIII.

Pierre Lescot war demnach acht und dreißig Jahre alt,als er diesen Theil des Louvres vollendet: den Einzigen, denman ganz als sein Werk betrachten muß. Dieser Theil istderjenige, der sich, wie wir eben erwähnt, von dem Pavillonder Uhr, welcher seitdem durch Le Mercier erbaut worden,bis zur Ecke des Hofs erstreckt. Der andere Theil von hieran bis an das Thor, welches auf den Kai, der Pont-des-Artsgegenüber geht, wurde zwar in dem nämlichen Systeme derAnordnung und Verzierung, aber später, beendigt, wie dieSkulptur der halb erhabenen Figuren um die Ochsenaugenbeweist, welche zwar von der Schule, aber nicht von der HandJean Gougeon's zu seyn scheint.

In diesem eben bezeichneten Theile des jetzigen großen Hofsdes Louvres also vermag man das Genie Lescot's und seinenGeschmack zu beurtheilen.

Zur richtigen Würdigung seiner Verdienste wäre zu wün-schen, daß mehrere Werke von ihm vorhanden und daß erselbst öfter Gelegenheit gehabt, sein Talent an mehreren Unter-nehmungen, oder durch die Entwickelung eines großen Gedan-kens, oder durch die gänzliche Ausführung eines großen Ganzen