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von 188 Fuß auf 93 in der Breite enthalten. Der Planist großartig und mit so viel Regelmäßigkeit erfunden, alsdie Lage erlaubte. In der Linie der Fa^ade zählte mansechszehn Fenster. Der Aufriß bestand in einem Untersatzein Bossage, welcher das Erdgeschoß und ein Mezzanino oderHalbgeschoß enthielt. Die Hauptetäge war mit einer Ordnungionischer Pilaster geziert und über dem Gesimse erhob sichnoch eine Attika. Zwei große Thore in Arkaden, auf beidenSeiten mit dorischen Säulen besetzt, bildeten den Eingangin den Palast. Scamozzi erzählt, daß trotz der Sehnsuchtdieses Herrn, einen Palast aufführen zu sehen, für dessenErbauung er schon den Boden bereitet und die nöthigen Ma-terialien Herbeigeschaft, er noch keine Hand ans Werk gelegt.
Zu Bergamo hatte er auch Gelegenheit zu zeigen, wassein Talent in einer wichtigern Unternehmung vermocht hätte.Die Cathedrale, ein sehr veraltetes Werk von Antonio Fila-rete, an welcher Vasari in dem Leben dieses Architekten zahl-reiche Fehler gerügt, abgesehen davon, daß sie dem frommenEhrgeize der Stadt bei Weitem nicht genügte, sollte nämlichum- oder neu aufgebaut werden. Schon Palladio hatte einneues Projekt hierzu entworfen und Scamozzi wurde eingela-den, ebenfalls eine Zeichnung hierüber auszuarbeiten. Aberkeiner von beiden Planen wurde ausgeführt; die Ehre dieserUnternehmung sollte der Ritter Fontana ärnten.
Dagegen war dem Genie Scamozzi's die Aufführung einesweit beveutendern Tempels vorbehalten.
Auf der letzten Reise, die er mit dem Venetianischen Ge-sandten nach Teutschland gemacht, hatte er die Ehre, demErzbischofc von Salzburg vorgestellt zu werden, welcher dieAbsicht hatte, sobald die Unruhen in seiner Stadt gedämpftseyn würden, eine neue Domkirche in derselben aufführen zulassen. Er erinnerte sich Scamozzi's und lud ihn zu sich ein,um die Idee und den Plan des neuen Denkmals festzusetzen.