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Vmccnzo Scarnozzi.
die Trennung dieses üblichen und wahrhaft klassischen Theils vonjener dickleibigen Sammlung von Nachrichten, die jetzt Niemandzu lesen vermöchte, der Architektur einen wesentlichen Dienst ge-leistet. Ein holländischer Ingenieur, Samuel du Ry, folgtedem Beispiele Daviler's, indem er aus den übrigen Büchern,jedoch ebenfalls unter vielen Abkürzungen, noch einige Nach-richten sammelte, die für die Construktion von praktischemGebrauche sind. Er fügte denselben zugleich die mit den Be-schreibungen begleiteten Zeichnungen einer großen Anzahl vonPalästen und Gebäuden bei, die von Scamozzi theils ausge-führt, theils projektirt worden und welche dieser Architekt alsBeispiele, um seine Theorie zu rechtfertigen, in sein Werkaufgenommen.
Scamozzi hatte sich durch das Studium Vitruv's mitjenen Untersuchungen des Alterthums vertraut gemacht, dieein wissenschaftlicher Architekt bei den lateinischen Schriftstellernanstellen kann. So finden wir Dissertationen über die Woh-nungen der Griechen und Römer, gestützt auf Beispiele undThatsachen aus der alten Geschichte, und mit Grund- undAufrissen begleitet, welche geeignet sind, das, was die schrift-lichen und mündlichen Beschreibungen der Denkmäler fast nie-mals deutlich genug zu erläutern vermögen, begreiflich zumachen. Wir wollen keineswegs behaupten, daß seine Disser-tation über die iscamilli imparos des Vitruv's gänzlichaufgehellt, was diese Worte, Mangels anderer Stellen, wodiese nämlichen Ausdrücke eine bestimmtere Bedeutung verrie-then, vielleicht auf immer Dunkles haben mögen. Aber dieseArt von Untersuchungen beweist wenigstens, welcher EhrgeizScamozzi beseelte, alle Theile der Kunst zu umfassen, welcherer sich gewidmet.
Einen neuen Beweis finden wir in seinem Versuche derWiederherstellung des Hauses Plinius des Jüngern zu Lau-rentum. Indem er den Plan dieser herrlichen Wohnung den