wie er es gewünscht hatte, worüber sich, da der Erbe, dener sich gegeben, kurze Zeit nach ihm gestorben, zwischen denTestamentsvollziehern und Messer Gregori, Vater des Adop-tivsohnes Scamozzi's, Streitigkeiten erhoben. Indessen ließBonaventura Gregori, Abkömmling des ersten Erben, imLaufe des Jahrhunderts, ihm in der St. Laurentiuskirche einanderes Denkmal mit seiner Büste und zwei Inschriften er-richten, wovon die zweite, wie Temanza versichert, schon zuseiner Zeit nicht mehr lesbar war.
Der einzige von allen diesen Zeugen der Eitelkeit Sca-mozzi's , welcher noch vorhanden, ist die Erbschaft seines Na-mens, der sich in Folge der oben erwähnten Substitution aufverschiedene Subjekte fortgepflanzt. Der Letzte, welcher durchsein Talent bekannt und seinen Namen gegen den des Sca-mozzi vertauscht, war Ottavio Bertotti , ein geschickter Archi-tekt, dem man die Sammlung der Werke Palladio's verdankt,in welcher der Herausgeber eben so viel Geschmack als Be-urtheilungökraft und gesunde Kritik bewies, indem er allesdasjenige davon ausschloß, was man diesem großen Architektenfälschlich zugeschrieben.
Außerdem muß man Bertotti, welcher der Erbe des Ver-mögens und des Namens Scamozzi's geworden, auch Dankwissen, daß er in dieser Erbschaft nicht gewisse Gefühle eineseines eifersüchtigen Vorurtheils mit begriffen, von welchemsein Adoptivvater die Schwachheit hatte, sich gegen Palladiobeherrschen zu lassen. Uebrigens machte er sich in seinemVaterlande auch durch Arbeiten bekannt, in welchen man mitVergnügen eine glückliche Fortsetzung des guten Geschmacksder Vcnetianischen Schule in der Architektur wahrnimmt.