875
Die Mineralquellen Europa's.
scheu Heeres während der Occupation des Königreiches Neapel imJahre 1823 u. ff. vortreffliche Dienste leisteten. Noch mehr rühmen dieEingebornen die Sorgente di Sacha in der Nähe des Berges delleGemme, auf dessen Hohe in einer Höhle sich fortdauernd so viel Wärmeaus der Tiefe entwickelt, daß man die letztere zu einem Schwitzbadseingerichtet hat. Auch Catania,Milo, so wie die Sizilien benach-barten kleinen Inseln Lipari und Volcano besitzen heiße Quellen.
Ehe wir uns nun zu der zweiten Halbinsel des südlichen Europa'swenden, fesselt eine kleine an ihrer westlichen Küste gelegene Insel un-sere Aufmerksamkeit. Es istJschia an der Mündung des Meerbusensvon Neapel, der an heilkräftigen Quellen am reichsten gesegnete Theilwohl des ganzen Erdballs. Die Insel ist vulkanisch, doch sind dieKrater längst verglommen, aber Erdbeben suchen dieselbe nicht selten,zum Theil sehr verheerend, heim. Weit berühmt sind ihre Thermenund ihre Stufe oder natürlichen Dunstbäder; an manchen Stellen darfder Boden nur ein paar Fuß tief aufgewühlt werden, so strömen warmeWasser von 30° R. und darüber hervor. ES ist bei diesem Quellen-reichthume natürlich, daß viele unbenutzt bleiben; Strabo und mehreAeltere bezeichneten die Quellen von Jschia als goldführend, und hattenwahrlich, wenn auch nur figürlich, Recht. Die vorzüglichsten Quellensind der
Gurgitello oder die Bagni di Casamiccia, von denAerzten Neapels die Königin der Thermen genannt; an ihn reihen sichferner an: die Quellen des
Cappone;
Spennapollastro (Huhnrupfer, sogenannt, weil, in sei-nem Wasser abgebrüht, das Geflügel sich leicht rupfen läßt);
Fontana;
Fornello;
S. Restituta;
S. Montan»;
Citara;
Colata;
Rete;
Capillo;
Nitroli;
Olmitello;
Aqua dell' Occhio;
Cästig lione;
Aqua delle Petrelle.