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Die Mineralquellen Europa's.
Luhaschowitz;und von Säuerlingen der
andersdorfer oder sternbergcr Sauerbrunnen.
Am reichsten unter allen Ländern, die dem östreichischen Szepterunterworfen sind, ist Ungarn mit Mineralwässern versehen, wie es über-haupt von der Natur mit verschwenderischer Vorliebe ausgestattet ist.Neuere Angaben nehmen ihre Anzahl zu etwa 40» an. Die meistenentspringen auS dem mächtigen Gebirgözuge der Karpaten, der das ge-segnete Land im Westen, Norden und Osten halbmondförmig umkränzt.Vorzüglich reich an Mineralwasser» sind die am südlichen Abhänge derKarpaten gelegenen Gespannschasten, besonders die Flußgebiete derWaag, des Gran und der Theiß, welche in der Hauptrichtung vonNorden nach Süden dem mächtigen Donaustrome zufließen. Diese Mi-neralwasser zeichnen sich wie durch ihre große Häufigkeit ebenso durchihre Mannigfaltigkeit aus; namentlich besitzt Ungarn eine nicht unbe-trächtliche Anzahl von Thermen, worunter mehre von sehr hoher Tem-peratur, und wovon folgende namentlich hervorzuheben sind, nämlichaus der Abtheilung der Schwefelthcrmen die Mineralwasser von
Ofen oder Buda,
Bajmocz in der neutraer Gespannschaft, das
trencsiner Bad (auch das tcpliczer Bad genannt) in dertrencsiner Gespannschaft;
Harkany in der baranyer Gespannschaft;
Erlau in der heveser Gespannschaft;den Abtheilungen der Eisenwasser und der eisenhaltigen Säuer-linge gehören an die Thermalquellen von
Klein Pösthöny (Pöstyen, Piestjau) im neutraerKomitate;
Rajecz im trencsiner Komitate;
Stubnya (Stuben) in der thuroczer Gespannschaft;
Lucksa in der liptower Gespannschaft;
Skleno (Glashütten) in der barser Gespannschaft;
Vichnye (Eisenbach) in derselben Gespannschaft;
Szliacs (Ribar) im sohler Komitate.
Was nun die kalten Mineralquellen betrifft, so sind unterden Eisen wassern hervorzuheben die Quellen von
Bartfeld und
Hoszuröt (Langenau) im saroscher Komitate;
Füred in der szalader Gespannschaft, auch der benachbarte
Plattensee hat ein eisenhaltiges Wasser und wird deßhalbzu Bädern benüüt;