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Die Mineralquellen Europa'S.
aller fixen Bestandtheile ihrer Zusammensetzung. Die meisten isländi-schen Thermalquellen find geruchlos, nur wenige, wie z. B. der SisierHver, riechen nach Schwefelwasserstoffgas.
So reich an Thermalquellen die Insel Island ist, so völlig entblößtdavon zeigt sich der übrige Norden Enropa's. So enthält die ganzeskandinavische Halbinsel keine einzige warme Quelle, obgleich der mäch-tige Gebirgsstock, der sie bedeckt, die Geburtstätte einer nicht unbeträcht-lichen Anzahl kalter Mineralquellen, vornehmlich von Eisenwassern undSäuerlingen bildet, die übrigens im Allgemeinen nicht viel feste Be-standtheile besitzen. Man schlägt ihre Anzahl auf 4üv an, sie sind in-dessen meistens im Auslande wenig oder gar nicht bekannt, obgleich sievon den Landesbewohnern fleißig benützt werden. Wir heben von den-selben namentlich hervor:
Carlshamn,
Södrawi,
Medevi,
Umea,
Lulea,
Solum,
Strömstad,
Lund,
Porla,
Emaus bei Wefteras;
Adolfsberg,
Sperlingsholm bei Halmftad;
Namlösa.
Das unermeßliche russische Reich ist auffallend arm an Mineral-quellen , namentlich auch in seinem europäischen Theile; nichts deftowe-niger finden sich doch in diesem einige sehr wichtige. Was zuerst dienördlichen Theile des europäischen Rußlands betrifft, so finden wir inFinland einige Eisenwasser, namentlich:
Serdopol,
Lovisa;
ferner im Olonez'schen Gouvernement das Eisenwasser von
Olonez;
und im Petersburger Gouvernement das Eisenwasser vonO ch t a.
In Livland, Kurland und Litthauen findet sich eine Reihe vonSchwefelwassern, namentlich das vonBaldohn,
Barbern,