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Zweiter Band.
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Giovanni Lorenzo Bcrnini. 151

zunächst in die Muschelschaale und aus dieser in das untereBecken fällt.

Urban VIII. drang auf das Lebhafteste in Bcrnini, dievier ungeheueren Pfeiler, auf welchen die Kuppel der St.Peterskirche ruht, mit Nischen zu dekoriren. Er führte dasProjekt aus; und bald sah man diese Pfeiler mit vier kolossalenStatuen geziert, wovon eine (die des heiligen Longinus ) vonseiner eigenen Hand war. Diese Nischen und die, im Innernder Pfeilermassen angebrachten Treppen, welche zu den schonerwähnten vorspringenden Tribunen führen, dienten den Nei-dern unseres Künstlers zum Vorwand, seinen Ruf zu verun-glimpfen, indem sie die Sprünge der Kuppel einer angeblichenSchwächung der Pfeiler zuschrieben. Man hat seitdem dieUrsache jener Risse, denen alle Kuppeln, welche wie die derSt. Petcrskirche erbaut, unterworfen sind, besser erklärengelernt. Aber gesetzt auch, die Ocffnungen in den Pfeilernhätten wirklich Etwas zu dem Uebel beigetragen, so ist zubemerken, daß dieselben nicht einmal von Bernini , sonderngleich anfänglich schon in der Construktion angebracht worden.Die Neider wußten dieß sehr wohl; aber ihre Bosheit, ob-gleich von ihrer Verläumdung selbst überzeugt, gab das Ver-gnügen nicht auf, ihm schaden zu wollen, und die Satyresetzte ihre Verfolgungen fort.

Indessen war der Ruf Bernini's zu fest begründet, alsdaß er durch diese Angriffe hätte leiden können. Er beant-wortete dieselben nur durch neue Beweise seiner Geschicklichkeitbei einer Menge von Werken, deren bloße Aufzählung hierschon zu weitläufig seyn würde. Auf eine-Auswahl derselbenbeschränkt, müssen wir unter den Gebäuden, die er zu jenerEpoche aufgeführt, vor allen den prächtigen Palast Barberininennen, in welchem man, unter anderen Beweisen seiner Ge-schicklichkeit, die schöne, nach einem elliptischen oder ovalenPlan erbaute Wendeltreppe bewundert, deren Idee Vben so