kleinen Thüren der Kirche sieht. Er würde sich mehr undmehr der Skulptur gewidmet haben, wenn er seinem Ge-schmacke für diese Kunst hätte folgen können. Aber Maderno,mit Gebrechen überhäuft, ließ sich durch ihn in allen seinenarchitektonischen Arbeiten vertreten. Da er im Jahre 1629mit Tod abging, erhielt Bernini seine Stelle als Architektder St. Peterskirche. Es wurde Borromini nicht schwer, sichbei ihm einzuführen. Die Arbeiten, an denen er in der großenBasilika schon Theil genommen, verschafften ihm natürlichZutritt bei Bernini und sicherten ihm eine Anstellung unterihm. Ihre Vereinigung hätte von Dauer seyn können; aberdie Mißhelligkeiten, die sich zwischen denselben erhoben, führ-ten bald eine Trennung herbei.
Borromini wurde von einer Leidenschaft beherrscht, die,für sich allein schon fähig, alle Blüthen des Talents zu ver-derben und welken zu machen, sich in ihm sehr früh schonentwickelt. Diese Leidenschaft war die Eifersucht und derHauptgegenstand derselben Bernini . Der Ruhm dieses Archi-tekten hatte seinen Neid erregt und war'ihm um so uner-träglicher, als er, nur um einige Monate jünger, sich gleichsamnur als Schüler bei einem Manne seines Alters befand. Erbrannte vor Begierde, sein Nebenbuhler zu werden. Unglück-licherweise beneidete er weniger sein Talent, als seinen Ruhm.Sein Glanz war es, was ihm lästig fiel, und er trachtetenach nichts, als ihn zu verdunkeln. All' sein Streben gingdahin, ihm Unternehmungen zu entziehen, mehr, als er, be-schäftigt zu scheinen und wirklich zu seyn. Es gelang ihm.Die Protektion Urbans VIII. kam seiner Eifersucht trefflichzu Statten.
Er unternahm auf seinen Befehl den Bau der Kirche fiellsLapleura; er setzte die Arbeiten des Palastes Barberini, je-doch unter der obersten Leitung Bernini's , fort; das Klosterckl 8sa äi lVeri, sein Oratorium und seine Fayade,
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