Band 
Zweiter Band.
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Le Mercier.

später abgebrochen, lange zur Mitte diente, sollte auch denen,welche die Mitte der drei übrigen Seiten dieses Hofes einge-nommen hätten, wenn er zu jener Zeit wäre ausgebaut worden,zum Gegenstück dienen. Nach dem Beispiele der hohen Thürmeund^Thürmchen mit sehr hohen Dächern in allen gothischenSchlössern, sah man deren auch auf allen Construktionen desalter Louvreö sich erheben, welche nun durch eine neue Zeich-nung verschwinden sollten.

Diesem Gebrauch zufolge führte Le Mercier über die untereMasse seines Pavillons eine Art von Dom auf, und ziertedessen Aufriß mit acht Figuren weiblicher Caryatiden, welchezwei unv zwei zusammen gruppirt, die Stelle von gekuppeltenWandsäulen vertreten. Die Skulptur dieser Caryatiden grün-dete den Ruhm Sarrazins, und man hat bis jetzt noch nichtaufgehört, von der Vollendung und Ausführung derselben mitLobeserhebung zu sprechen. Was die Erfindung des Archi-tekten in diesem Gesammtganzen betrifft, kann man, nach-dem man Alles, was in seiner Verzierung reich und pittoreskist, gelobt, sich nicht enthalten, den Mißbrauch zu tadeln,welchen Le Mercier sich mit der großen Anzahl konzentrischerGiebel erlaubt, die außer dem ersten Fehler ihrer Anwendung,nur den Effekt der ganzen Composilion zu verkleinern geeig-net seyn können.

Was man aber lobend erwähnen muß, ist die herrlicheAnordnung des Vestibüls, das unter dem nämlichen Pavilloneinen der Eingänge in den Hof des neuen Louvres bildet,und in welchem man sich freut, eine Nachahmung der schönenSäulenhalle des Eingangs des Palastes Farnese zu Rom zuerkennen. Le Mercier verzierte die Seinige mit zwei Reihenjonischer gekuppelter Säulen, welche den Bogen der steinernenGewölbe, die sich über die drei Gänge des Vestibüls erheben,zur Stütze dienen. Er wußte in dieser Architektur mit demernsten und soliden Charakter, welchen die Construktionsart