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Le Mcrcier.
Medaillen: die Eine mit dem Bildnisse des Königs, die An-dere mit dem seiner Mutter, Anna von Oestreich. Im Grundebieten der Plan und der Aufriß dieser Kirche, die indesseneine der Elegantesten in Paris ist, weder in Hinsicht der all-gemeinen Erfindung noch des besondern Charakters oder eigen-thümlichen Styls der Architektur irgend eine Merkwürdigkeitdar. Es ist eine Wiederholung einer sehr großen Anzahl vonKirchen, die, seitdem das Bedürfniß der Solidität und beson-ders der Construktion der steinernen Gewölbe das, im Allge-meinen gleichförmige System der Arkaden und mit Pilasterngezierten Pfeiler eingeführt, sehr wenig unter sich verschiedensind.
Um das wahre Verdienst Le Mercier's bei einem Unter-nehmen richtig würdigen zu können, bei welchem es ihm schwergeworden wäre, sich durch Originalität auszuzeichnen, hätteer das Glück haben müssen, das Ganze selbst zu vollendenund die Details des ganzen Denkmals zu beendigen. DießGlück war ihm versagt. Er starb, nachdem er nur erst denChor und einen Theil des Schiffs aufgeführt. Diese Kircheblieb lange unvollendet und ohne Gewölbe, statt dessen sie nureine Decke von Zimmerwerk hatte. Die Freigebigkeit des Kö-nigs und die Gaben mehrerer Pfarrangehörigen machten esendlich möglich, die Construktion derselben zu vervollständigen.Durch einige Hinzufügungen wurde ihr Umfang in der Längevermehrt. Was das Portal betrifft, entwarf Robert de Cotte die Zeichnungen zu demselben, und sein Sohn vollendete ihreAusführung. Es ist übrigens eine kalte Composition, ohneIdee und Charakter, Hon einem mittelmäßigen, unbedeutendenund effektlosen Style.
Bei dem fast gänzlichen Mangel an bestimmten Nachrich-ten über die besonderen Verhältnisse Le Mercier's, weiß mannur aus den Erzählungen einiger Biographen, daß er zurBelohnung für seine Arbeiten von dem Kardinal Richelieu die