Jüles Hardouin Mansart. 25Z
im Mittelpunkte des Gewölbes 13 Toiscn und die Höhe derkorintischen Säulenordnung 38 Fuß.
Das Ganze ist von festen Steinen erbaut, die in dergrößten Vollkommenheit zugerichtet sind. Man kann das Ver-dienst dieser Zurichtung und die unerschütterliche Solidität desGebäudes nicht genug beloben. Das Eine hat zur schönenAusführung der Theile der Architektur beigetragen, und dasAndere bewiesen, daß die Eleganz und die Leichtigkeit dergriechischen Säulenordnungen sich mit den Materialien undder Bauart dieses Landes sehr gut vertragen. Indessen hätteder Geschmack, in dem Gewölbe eine weniger schwerfällige Artder Dekoration erfordert, als die der gemalten Compositionist, welche das ganze Gewölbe einnimmt. Man glaubt, daßdasselbe, wenn es mit Feldern geziert worden, welche derArchitektur und ihrer Säulenordnung entsprochen hätten, demGanzen mehr Einheit und Mannigfaltigkeit gegeben haben würde.
Obgleich Einige dem Le Notre die allgemeine Idee derOrangerie des Schlosses von Versailles zugeschrieben und diegroße Composition dieses Denkmals das Hauptverdienst des-selben ausmacht, so ist es doch gewiß, daß Julius HardouinMansart der Architekt desselben war. Nicht weniger gewißist es, daß dieß Gebäude seiner Architektur, dem männlichenund einfachen Charakter, durch welchen es sich auszeichnet,seiner schönen Ausführung, dem Effekte seiner Construktionselbst und der großen Treppe, welche das pittoreske und gran-diose Ganze vervollständigt, seinen gerechten Ruhm verdankt,den es immer genossen. Alles dieß folglich, selbst angenom-men (was nicht bewiesen ist), daß Le Notre der Urheber derersten Idee gewesen: Alles dieß, sagen wir, gehört Mansartan, und ihm gebührt die Ehre des schönsten Werkes der Ar-chitektur, das man in Versailles findet.
Indessen gibt es in den zum Hauptgebäude dieses un-ermeßlichen Schlosses gehörigen Theilen und in der Stadt