Band 
Zweiter Band.
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Jacques-Ange Gabriel.

Beispiele, als nützliche Lehren. Er benützte sie mit dem glück-lichsten Erfolge und wurde einer der Architekten, welche imLaufe des achtzehnten Jahrhunderts am meisten gesucht waren.

Unter die Ursachen, welche in Frankreich die Geschichte derArchitektur und besonders die der Architekten so unfruchtbargemacht, muß man den Einfluß der Gebräuche, des Ge-schmacks und der Art des Lupus auf die Construktion unddie Erhaltung der Paläste und Privatwohnungen zählen. InItalien war der Luxus der Architektur zu allen Zeiten derLuxus von Mächtigen oder von reichen Leuten. Da die Häu-ser bestimmt waren, Familien-Denkmäler zu werden, so liebteman an denselben die Solidität, die Größe und die Schön-heit. Auch findet man nach mehreren Jahrhunderten in die-sem Lande nicht nur Paläste großer Herren, sondern selbstbloße Wohnhäuser bescheidener Bürger noch in einem vollkom-men erhaltenen Zustande.

Nicht so war es in Frankreich und besonders in Paris ,wo der Geist des Handels und folglich der Mode Nichts einelange Dauer verspricht, und unablässig alle öffentlichen undPrivatgebäude zu zernichten, zu erneuern und umzugestaltenstrebt.

In der Geschichte der berühmtesten italienischen Architektenhaben wir häufig Gelegenheit gehabt, als dauerhafte Beweiseihrer Talente Häuser und Wohnungen von Privaten anzufüh-ren, welche selbst in kleinen Städten die Aufmerksamkeit derKünstler und Kunstliebhaber auf sich ziehen, und die Namenderjenigen, die sie erbauen lassen und der Architekten, die sieerbaut, bis auf unsere Zeit fortgepflanzt haben.

Kaum würde man gegenwärtig in Paris ein Hotel oderein großes Haus finden, welches ein Jahrhundert alt und inseinem ursprünglichen Zustande verblieben, uns den Namenseines ersten Eigenthümers und zugleich den des Architektenanzeigen könnte, welcher die Zeichnung dazu entworfen.