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Pennsylvanische Convention, 1837,
faßt. Unter den bei ihrer Verfassung obwaltenden ungünstigen Um-ständen konnte sie nicht den Grad von Vollkommenheit erhalten,' welcheseine sorgfältigere Erwägung und reiflichere Ueberlegnng ihr würden ver-liehen haben. Jene Eonstitution wurde nach ciner_ vierzehnjährigen Er-fahrung bei Seite gelegt, und die jetzige an ihrer Statt angenommen.—Von wem, mein Herr, wurde diese Eonstitution verfaßt? Sie wurdevon einer Schaar aufrichtiger Patrioten und erlauchter Staatsmännerverfaßt, welche eine Zierde eines jeden Zeitalters oder Landes gewesensein würden. Unter dieser Eonstitution haben wir das Glück gehabt, sie-ben und vierzig Jahre lang zu leben. Gerechtigkeit und Ordnung, Tu-gend und Religion haben ihre Segnungen über uns ausgebreitet: dieFreiheit des Einzelnen ist niemals mit Füßen getreten worden. Dievffentliche Treue ist unverletzt geblieben. Der Credit der Republik ist niebezweifelt, und die Hand der Unterdrückung ist kaum empfunden wor-den.
Dies also ist die Regiernngsform, welche man jetzt abzuändern beab-sichtigt. Geziemt es uns nicht, unserm Werk ehrerbietig uns zu nähern,»nd unsere Pflicht mit feierlichem Ernste zu vollziehen? Vergleichen wirunsere eigne Regierung mit der Anderer in auswärtigen Ländern. Bli-cken wir auf Europa : Während den sieben und vierzig Jahren, welchelvir im Zustande des Glückes verlebt haben, ist es zerrüttet und mit Strö-wen seines eignen Blutü getränkt worden. Werfen wir unsern Blick aufdas bis in seine innersten Bestandtheile zerrissene England ! Blicken wirauf Frankreich: Umwälzung auf Umwälzung — erschüttert und zerrüttet!Vlicken wir auf Süd - Amerika : welche endlose Reihe verbängnißvollerSchicksale! Und blicken wir endlich auf unsern Staatenbund, 'und wel-ches Land, frage ich, nimmt mit Recht einen so hervorragenden Stand-punkt ein, oder erfreut sich eines solchen Grades von Wohlfahrt, als unse-re Republik? Welche Uebel sind es, die abgestellt werden sollen? Giebt*6 irgend einige, die man in der Wirklichkeit empfunden ? Und wennauch, so ist ihre Anzahl gewiß klein. — Aber die Leidenschaft der Zeiten,und die Sucht des Tages ist eine Liebe zur Veränderung — ein Hang, dasGute blos um der Veränderung willen niederzureißen. Es scheint mir,daß der Augenblick da ist, wo dieser Hang, falls er keinen Widerstand fin-gst, uns an den Rand eines Abgrundes stürzen wird, dessen wir uns we-u>g versehen. Ein Gebäude, welches sich als gediegen bewährt hat, nke-derzureißen, um den Versuch zu wagen, an dessen Statt einen Ban aufzn-luhren, über welchen beinahe eben so viele einander widerstreitende Mei-nungen stattssnden, als Sinne sind, ist ein höchst gefährliches Unterneb-
Mein Herr, die Eonstitution, unter welcher wir leben, hat sieben undt^vzig Jahre fortbestanden. Diese Thatsache liefert schon an sich einensaftigen Beweis, und eine dringende Empfehlung zu ihre» Gunsten. Dasd'E ist mit ihren Vorkehrungen vertraut. Es ist unter ihr emporgewach-^v/ Und seine Gebräuche seine Sitten und Gefühle haben sich unter ihrem^.mflnsse gebildet. Mein Herr, man hat uns gesagt, daß das Volk eineAbänderung der Eonstitution beschlossen habe ? Ich frage, wo ist der Be-'veis, daß es zu einem Beschlusse gekommen ? Es hat beschlossen, daß ei-e Convention sich versammeln und rathscklagen, und nachher das Reful-*J'rer Arbeiten ihm vorlegen, und es ihm anheim stellen soll, zu ent-lcheiden, ob es irgend eine Abänderung haben will oder nicht.