<vjy Verhandlungen und Debatten.
Sache, die sich nach Belieben auslege» Killt. Ich bin jedoch deswegennickt für Abschaffung der Eide. Ich widersetze mich mir drr unnöthigc«'Nermchrung dcr Eide. lind wenn man auch sagen wollte, daß eine solckcVermehrung dör Eide nicht schädlich sei, so bin ick noch nicht überzeugtdavon Im Gegentheil glaube ich, daß jeder Eid schlechterdings sclzädlickist welcher aus keinem bessern Grunde verlangt wird, als weil er nicktschaden kann; das heißt, mit dem Ernste einer so feierlichen Ver-pflichtung tändeln, deren Kraft geschwächt wird, »venn man sie da ver-langt, wo kein triftiger Grund für deren Anwendung angegeben werden
kann. , .
Mein Herr, es ist wahr, daß unter die,er Eonstitntion der Vereinigte»!Staaten, so lange als die Eonstitittion bestebt, ein Eid abgelegt werdenmuß mögen Sie ihn nun in Ihrer Eonstitntion habe», oder nicht. Des-wegen können Sie kcincii Grund für dessen Aufnahme in Ihre Eonstitu-tion angeben. Und wenn er jemals von ver Eoujutution der VereinigtenStaaten erlassen werden sollte, so wird man noch weniger Ursache fürdessen Aufnahme in die Staatö-Eonstirntivii haben. Ich bitte, mich inden von mir gemachten Bemerkungen nicht falsch zu verstehen, sondern ickhoffe daß man mich verstehen werde, weiter nichts sagen zu »vollen alsdieses : Daß ick den Eid für eine ernste und feierliche Sache halte —daßer wciHm seine Feierlichkeit ilicht benomnien werden soll, nicht zu oft,nicht leichtsinnig und unehrorbietig gebraucht werden darf: darum erkläreich mich gegen die Verbesserung, weil dcr Eid nicht aufgenominen werdendarf, wenn nicht ein triftiger, einleuchtender Grund für dessen Aufnahmeangegeben werden kann.
5>r I n q c r so ll: Ick wünsche zu wissen, ob, wenn wir in Eommittccdes'Ganzen sind, die Jas und Neins eingefordert werden können.
Der P r ä sid c n t sagte—Ja, wenn zwanzig Tclegaten die Forderungunrcrftüizcn.
Dr. I n g c r so ll bemerkte, er habe die Jas und Neins gefordert, daßer "ohne zu sprechen, stimmen möckte. Er halte dies für die beste Art,seine Gesinnung an den Tag zu legen. Nach dem, was gesagt worden,-wcifle er nickt,'daß eine Mehrheit gegen die Verbesserung des Herrnvon Franklin sei: nicht nur wegen der Aeußerungen des Herrn von Phi-ladelphia , Hrn. Sergeant) und des Herrn von Indiana (Hrn.E l a r k c), sondern auch aus andern Ursachen. Er seines Theils werde"Rein" sagen zu dieser ganzen Elausel in der Eonstitution. Was istdenn ein Eid—ein politischer Eid? Alles, was dagegen gesagt ivorden,ist wahr, allein es ist auch noch vieles Andere wahr. Jedermann, der inder Geschichte Englands bewandert sei, zu den Perioden der verschiedenenllmwälzungen—der llmwälzung, die mit C r o m w c ll endete, und der,welche mit W i l h c l m lll. endete, ivisse, daß viele gewissenhafte Män-ner, wie Dberricluer H a l c, von den Eommon Pleas, sich genöthigt sahe«,widerstreitende Eide abzulegen. Iedermaiin wisse ferner—denn wir Allehaben es erlebt — daß Männer von gediegenem Eharakrer und hohesWahrheitsliebe vor kurzem in Frankreich genöthigt waren, drei, vier, fürsund sechs widerstreitende Eide zu schwören. Eine so traurige Notbwen-diqkcit dürfe nicht Statt finden. Dcr größte aller ucuern Reformatoren—der Mann, welcher für eine Reform Europa's das Meiste getlian, barei» Bezug auf P e n »'s Vertrag gesagt, daß er der einzige Vertrag !"*'<'