Band 
Band I.
Seite
256
JPEG-Download
 

2öG Verhandlungen und Debatten.

Mein Herr, da nun meine Bemerkungen, auf welche das Obige eintAntwort sein soll, nickt mitgetheilt sind, und es nie werden, wenn es solange ausreden sollte, bis ickdas Original dazu verschaffe, so dabe ick esfür meine Pflicht gedalten, zu sagen, daß ick nie irgend etwas den obigen'Bemerkungen Aehnlickes gesagt öder zu verstehe» gegeben dabe, oder wor-aus irgend ein verständiger Und nnpartheiischer Mann einen solchenSchluß ziehen könnte. Ick sagte, was ich auch jetzt wiederhole, daß ickgelehrten und erfahrenen Richtern und Rcchtsgelehrten eine größere Be-kanntschaft mit dem Gegenstände des Gerichtswesens zutraue, als mandies von Derren, die irgend einem andern Stande angehören oder irgendeinen andern Beruf haben, billiger Weise erwarten könne. Und ich hraffte, ob diejenige», welche über die Organisirung der Eommittce über dieGerichtsbarkeit klagten, wünschten, daß dieser Gegenstand von recktschaf-fenen und acktungswerthen Richtern genommen, und Faßbindern undKesselflickern übertragen werden solle, um eine Konstitution zusammen J«flicken — nicht um das Interesse der ehrlichen Bauern, Handiverker undArbeiter im Auge zu haben, sondern die schwärmerischen Einbildungenmüßiger Schwindler zu befriedigen — nickt um die übertragenen Rechteder Ackerbauer, und das Leben und die Freiheit des ehrlichen armen Man-nes gegen den vielvermögendcn Einfluß und das mächtige Gold der Rei-chen zu sichern, sondern alles Dieses vor der schwärmerischen, revolutio-nären, und agrarischen Thorheit neuerer Reformatoren, vermöge einerverderbten, abhängigen, unerfahrenen und demagogischen Gerichtsbarkeit,in den Staub zu treten.

Ich bin es dem Herrn von Philadelphia Eaunty, sHrn. D o r a n)vielleicht schuldig, auzuerkcnutn, daß seine Argumente und Erläuterungenmich beinahe überzeugten, daß meine Behauptung unrichtig sei, cü sei vor-auszusetzen, daß erfahrene und tüchtige Richter und Rechtsgclehrte mitden Rechtswissenschaften besser bekannt sein müßte», als Herren, die ii>geud einem andern Stande oder Berufe angehören, sein könnten. Erwidersetzte sich dieser Beimessung mit lobenswertbcm und patriotischemEifer, und rief, als Erläuterung seines Satzes, aus: "Ich selbst bin einRechtsgclchrter !" Ich bemerkte, daß das mit dem Beispiele, wclckies eranführte, belegte Argument auf die Ueberzeugung der Convention, daß erRecht habe, mächtig einzinvirkeu schien. Ich bekenne daher mein Miß-"trauen gegen die Richtigkeit meines Arguments.

-lach der Art zu schließen, in welcher der Herr bei dieser und einigenandern Gelegenheiten die wenigen Bemerkungen erwähnte, womit ich dieConvention belästigte, sehe ich mich zu der Vermuthung veranlaßt, er habegeglaubt, daß ich mist, auf ihn bezogen. Da ich es nun nicht gern sähe,wenn man glaubte, daß ich mir in beleidigenden Anspielungen wohl gefal-le, so versickere ich biemit den Herrn, daß ich gegen ihn durchaus nicht an-züglich werden wollte, als ich sägte, "daß mau von Rechtsgclehrten einegrößere Bekanntschaft mit den Rechtswissenschaften voraussetze, als vonDenen, welche diese Wissenschaften nie stndirtcn." Ich hoffe daher, ertverde mich davon frei sprechen, irgend etwas von der Art gegen ihn be-hauptet zu haben. Er habe nichts Besonderes gegen die' Verbesserungdes Herrn einzuwenden.

Hr. D n n l o p, von Franklin, gab den Wunsch zu erkennen, daß derHerr von Montgomery die Forderung der Jaö und Neins zurückknehmc»wolle.