Jacques Denis Antoine. 311
und Kramläden angefüllten Labyrinth's, adoptirte Antoineden einfachen, viereckigen Plan der mit Stein gewölbtenGalerien, welche den großen Hof umgeben, links, sich längsder heiligen Kapelle, rechts, längs des Saales, genannt cke8?s8-?6rcku8 und vor der großen Treppe so wie der Haupt-fa^ade des Denkmals hinziehen.
Ohne eben wegen des Styls ihrer Architektur besondersmerkwürdig zu seyn, bieten diese Galerien dennoch nebst einerbequemen Verbindung, Zugänge dar, die als des Gesammt-ganzen würdig erschienen wären, wenn der alte Mißstand derBuden, der sich hier fortgepflanzt, nicht den Charakter der,der Würde des Gebäudes entsprechenden Zugänge auf's Neueentstellt hätte.
Zur nämlichen Zeit führte Antoine über den Gewölbendes erwähnten, von de Broffe erbauten Saales cko3 kk>8-kercku8, drei Tonnengewölbe auf, welche Galerien bilden,in denen die große Sammlung der Parlamentsregister, diekostbaren Manuskripte, welche dem vorhergehenden Brandeentgangen waren, und ein Theil des Justiz-Archives aufbe-wahrt wurden. Mit dieser Bauarbeit beauftragt, war er derErste, welcher ein Verfahren der Alten wieder in Anwendungbrachte, die Massen des Mauerwerks zu erleichtern. Er bil-dete diese Gewölbe mit hohlen Backsteinen, welche durch Mör-tel verbunden, den Vortheil gewähren, die Solidität mit derLeichtigkeit zu verbinden.
Antoine hatte bald darauf Gelegenheit, zu Paris zuerstwieder eine andere Art von Neuheit einzuführen, die, wie dieeben erwähnte und viele anderen, nichts Neues als ihr großesAlterthum haben. Dieß war die alte griechisch-dorische Säu-lenordnung, die, wie es scheint, den Römern wenig bekannt,bei der Wiedergeburt der Architektur den größten Meisterndieser Kunst völlig unbekannt war. Aber schon seit einigenJahren hatte die Entdeckung der Tempel von Pästum in