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Gondom'n.
doppeln. Die Schule I. F. Blondels, in die er eingetreten,leitete ihn auf den besten Weg, welcher sich damals dem Eifereines durch den Ehrgeiz des Talents und das Streben nachRuhm angespornten Schülers öffnen konnte. Er machte un-ter diesem Lehrer reißende Fortschritte und war in kurzerZeit so glücklich, den zweiten Preis in der Architektur davonzu tragen. Die Protektion des Königs enthob ihn, sich einerzweiten Preisbewerbung auszusetzen. Er erhielt einen Platzals Pensionär in der königlichen Aademie von Frankreich zuRom , wo er vier Jahre zubrachte.
Der schlechte Geschmack des siebenzehnten Jahrhunderts inder Architektur war gewissermafsen zu Rom durch den Mangelan großen Bauten selbst erloschen; und die Rückkehr zur gesun-den Vernunft, das heißt, zum guten Geschmacke in dieserKunst, hatte bereits begonnen, sich in Frankreich zu verkündi-gen, als Gondouin zu Paris und in Italien noch Schülerwar. Es war ein glücklicher Umstand für ihn, sich bei seinerZurückkunft in eine Lage versetzt zu finden, wo man Neueszu schaffen scheint, wenn man blos auf das Alte zurückkömmt.Daß Gondouin sich des Glückes einer solchen Lage erfreut,vermindert keineswegs den Glanz seines Talents, sondern er-klärt nur einige der Ursachen, die es auf eine eben so glänzendeals unerwartende Weise in's Licht stellten.
Die damals schon ziemlich seltene Gelegenheit für einen jun-gen Mann, sich durch ein öffentliches Gebäude bekannt zu machen,schien ihm seit dem ersten Augenblicke seiner Zurückkunft inParis entgegen zu kommen. Sein gutes Glück ließ ihn indem Postdirektor einen Gönner wieder finden, der ihn nichtvergessen hatte und ihm nicht nur einige Arbeiten anvertraute,sondern was noch mehr werth war, ihm nützliche Bekanntschaf-ten verschaffte. Hierunter gehörte auch die Bekanntschaft LaMartiniere's, welcher erster Chirurgus Ludwigs XV. war undeben mit dem Plane umging, seiner Kunst ein Denkmal auf-