Band 
Zweiter Band.
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Anhang.

Art von Dekoration betrachtet werden. Algardi war der Architektder Fa^ade der St. Jgnatiuskirche, und man verdankt ihmdie Zeichnungen des berühmten Hochaltars der Kirche 61 8anlVIools 6e' lolentlni.

Le Veau, ein geschickter Architekt, welcher bei vielenDenkmälern Theils als Mitarbeiter, Theils als Fortsetzerverwendet worden, daher man oft, Mangels historischer Nach-richten, viel Mühe hat zu bestimmen, was von ihm sei. Soschreibt man ihm nach bloßen Ueberlieferungen zu, an derUmarbeitung des Schlosses der Tuilerien, so wie an derVollendung des mittlern Pavillons und an der Fortsetzungder großen Galerie von korinthischen Pilastern auf dem KaiTheil genommen zu haben. Mit mehr Wahrscheinlichkeit hältman ihn für den Urheber des Plans und des Aufrisses desCollegiums Mazarin , welches sein Schüler Dorbay nach ihmvollendet. Eine große Anzahl von Hotels und Privatgebäudenwurden nach seinen Zeichnungen aufgeführt; aber fast allediese Werke sind verschwunden. Ein einziges ist, wiewohlin sehr verändertem Zustande, noch davon übrig: und dießist, auf der Spitze der Insel Saint-Louis, der herrliche Pa-last, den man das Hotel Lambert nannte, und dessen InneresLe Sueur und Le Brün um die Wette mit ihren Malereienverziert.

Girolamo Rainaldi und Carls, sein Sohn. DerErstere vollendete zu Rom die Construktionen des Capitolsund das Profeßhaus der Jesuiten; zu Bologna , ihr Collegiumvon St. Lucie; zu Frascati für die Familie Borghese, dasCasino der Villa Taverna; zu Rom, den Palast Pamphili auf dem Platze Navone, einer der bedeutendsten Paläste die-ser Stadt, welcher sich unter den berühmtesten durch seineschöne Anordnung empfehlen würde, wenn die Größe desStyls der Größe der Masse entspräche. Die hauptsächlich-sten Werke Carlo Rainaldi's sind die St. Agnesenkirche