Band 
Zweiter Band.
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352 Anhang.

Bogen, welcher den erwähnten Säulenhallen zum Eingangdient.

Galli (Bibiena). Es gab drei Architekten dieses Na-mens: Ferdinand, Franz, sein Bruder, und Anton,Sohn des Ferdinands.

Der Erste baute zu Parma für den Herzog Ranuccio Far-nese das prächtige Haus Colorno , welches er mit Gärtenund einem schönen Theater zierte. Die Arbeiten, womit ersich den Rest seines Lebens beschäftigt, bestanden theils inTheatern und theils in Dekorationen, womit er ganz Ita-lien versah.

Der Zweite verfolgte die nämliche Laufbahn und machtesich durch ähnliche Werke zu Wien und in Lothringen, in Ita-lien hauptsächlich zu Verona berühmt, wo er unter den Ein-gebungen des berühmten Scipio Maffei das philharmonischeTheater baute, welches für ein Meisterstück gilt.

Der Dritte, nämlich Anton Bibiena, pflanzte den Ruhmseines Beinamens in Italien durch ein Talent fort, welchesman in dieser Familie als ein Erbgut betrachten kann. Erfuhr fort, durch die nämlichen szenischen Arbeiten Bewun-derung zu errregen. Ihm verdankt man die Construktiondes berühmten neuen Theaters zu Bologna , welches von innenund von außen von Stein aufgeführt ist. Bis auf denPortikus an seiner Vorderseite, wurde es im Jahre 1763beendigt.

Fontana. Die Geschichte der Architektur in Italien er-wähnt vier Architekten dieses Namens.

Der erste und älteste ist Giovanni, älterer Bruder vonDomenico, dem berühmtesten von allen, dessen Lebensgeschichtewir vorne Seite 65 mitgetheit haben. Der dritte war CäsarFontana, ein Sohn des Domenico. Hinsichtlich des Vierten,Karl's Fontana, ist man ungewiß, ob er zur Familie dervorhergehenden gehört.