Penttsylvanische Convention, 1838. 171
fcen alten Kreuzzug wieder erneuern, von welchem wir vor Jahren Zeuge«waren, wenn hier und da ein Kind ein wenig Unterricht erhielt.
Herr Präsident, ich war sehr erstaunt, die von dem Herrn von Ehester,auf meiner Rechten, (Hrn. Darlington) auf die Anregungs-Zeitungen imStaate gemachten Anspielungen zu hören. Ich danke Gott, daß so weitder Gegenstand aufgeregt worden, die öffentlichen Pressen sich selbst dlcEkre und dem Publikum die Gerechtigkeit haben wieder fahren lassen,diese Frage anzuregen, bis wir nicht im Stande sein werden, dieselbe ini*erledigt zu lassen. Hinsichtlich der Beschuldigung, welche vorgebrachtworden, paß die Berfechtcr dieses Systemes in den von ihnen angc,nhr-tcn Argumenten um Volksqunst bublen, muß ich gestehen, daß tch nichterwartet habe, einen aufgeklärten Repräsentanten von Ehester Eaunty—gleichsam dem Athen unseres eigenen Staates — ich sage, ich habe Nichterwartet, einen solchen Herrn sagen zu hören, daß ein Mann, welcher dieKühnheit hatte, als Vertheidiger öffentlicher Schulen und allgemeinerGrsiehniig aufzutreten, um Volksgnnst buhle. Ich könnte, wen» ich esfür gutfände—obgleich ich mir nicht Unrecht thun will, indem ich es thätefttteiti ict) möchte, wenn ich es für gut fände, in der Stellung, welche derHerr von Ehester zu dieser Zeit einnimmt, Beweggründe aufsuchen, welch«Andere zu der Bcrmnthnng leiten möchten, daß er u'.n Volksgunst in sei-nem eigenen Distrikte buhle. Ich denke jedoch besser von ihm, und weiß,daß er der Letzte sein würde, der zu solchen Mitteln Zuflucht nähme, umpersönliche Zwecke zu erlangen.
Allein, ich will jenen Herrn fragen, weshalb sollten wir den Armenschmeicheln? Sicherlich nicht, um ihre Begünstigung und Unterstützungzu erlangen. Sie selbst möchten wohl denjenigen in der Conveiltionschmeicheln, welche reich sind, wir aber können von ihnen nichts erlangen.Es ist jedoch wahrscheinlich, daß wir durch den Lauf, welchen wir verfol-gen, uns das Mißfallen der Reichen zuziehen mögen. Ich wünsche demPublikum zu schmeicheln, wenn ich überhaupt schmeichle, indem ich Mittelzu vertheidigen suche, wodurch das öffentliche Beste befördert und dasallgemeine Wohl vermehrt wird. Es ist mir gleichgültig, ob es Reich«oder Arme sind. Es ist mir gleichgültig, ob ich mir die chtnug dieseroder jener Klasse erwerbe, weiin nur das Publikum im Allgemeinen zu-frieden ist ; und glücklich werbe ich »sich schätzen, wenn irgend-eine Volks-gunst, welche zu erlangen in meiner Gewalt sein mag, daher rührt, daß indem Antlitze des Armen ein Strahl der Aufklärung entzündet wirddaß Ibni und einem jeden das Vermögen zn Theil wird, die Eonstitutiondes Staates, in welchem er wohnt, zu lesen, damit er sie als den Führerund Leitstern seiner Schritte in seinem politischen Leben möge zu Ratheziehen, und daß er in den Stand gesetzt wird, das Wort Gottes zu lesen,welches die Leuchte und der Führer und Leitstern seiner Schritte in allenDingen sein soll, die auf das zukünftige Leben Bezug haben. Ich bewertmich um dieses mehr als um eine ciftc Ehre, welche ach erlangen möchte,rüdem ich die Reichen von den Armen zu trenne» suchte—indem ich wie-derum jenes Prinzip erweckte, welches einst hier unter uns bestand—undwelches jetzt, wie ich höre, in verschiedenen Theilen der Republik besteht—daß die Armen in die Armenschulen geschickt werden, und die Tendenz dir-«rs Systems, die Reichen gut und die Armen schlecht zu machen. Ich