Band 
Band XI.
Seite
303
JPEG-Download
 

303

Pennsylvanische Convention, 1838,

Was die Gegend des Landes anbelangt, woher ich komme, fuhr Hr. F.fort, so muß ich sagen, daß ich keine Anweisungen von meinen Constituen-ten für eine Abänderung dieser Bestimmung empfangen habe, und daß icheine solche nicht für nöthig halte. Ich spreche für mich selbst und fürJene, welche ich repräsentier. Und wenn irgend eine Abänderung in an-dern Theilen des Staates verlangt worden ist, so weiß ich davon nichts.

Zwar mag wohl diese Bestimmung auf einige unserer Bürger hart wir-ken, die trotz aller Anstrengung sich nicht zu einem Glauben an einen zu-künftigen Zustand der Belohnung und Strafe überreden können; dennochbin ich zu gleicher Zeit überzeugt, daß diese Bestimmung zur ErhaltungUnserer Verfassung in ihrer Kraft und Reinheit wesentlich nothwendig ist.Und dieselbe Ansicht hegten ohne Zweifel die Verfasser der Constitutionbon 1790—Männer, auf deren Urtheil wir großes und unbedingtes Ver-trauen setzen dürfen, nicht allein hinsichtlich der Freisinnigkeit ihrer religiö-sen Ansichten, sondern auch hinsichtlich ihrer Erfahrung in allen, zur Si-cherheit unserer Eonstitution und zur Beförderung des Glückes und Wohl-ergehens des Volkes erforderlichen Gegenständen. Für mich ist es einNeuer Gedanke, daß man einen Versuch macht, diese Bestimmung auszu-ßrcichen. Ich kenne keine solche Absicht, und werde dagegen stimmen,ohne ein Wort weiter über den Geg »stand zu verlieren.

Hr. C h a n d l e r, von Philadelphia, sagte:

Herr Präsident, ich beabsichtige für diese Abänderung zu stimmen.Und will in wenigen Worten meine Gründe auseinandersetzen.

So oft wir die Rechte des Volkes erweitern können, ohne den Gesell-schaftsvertrag umzustürzen, so ist eS gewißlich unsere Pflicht, es zuthun.

Man stimmt allgemein darin übereilt, daß die Constitution von 1790die Ausschließung jener Klasse von Leuten anzunehmen scheint, welche sichselbst Universalisten nennen, allein deren eigenthümliche Glaubenssätze—derenGlauben ich mir nicht zu erklären anmaße—da ick nur ei» schwacherDollmetscher davon sein würde. Man wird sich erinnern, daß um das^ahr 1790, im Anfang der französischen Revolution, die gottlosesten und»erstörendstcn Lehren verkündet wurden, welche alle gesellige OrdnungUnd gute Regierung untergruben ; allein daher kam es, daß die Väterdieses Landes die gebieterische Nothwendigkeit erkannten, gegen deren^inführung unter uns Vorkehrungen zu treffen, und daher verlangtenue, daß ein Mensch an das Dasein Gottes und an einen zukünftigen Zu-stand der Belohnung und Strafe glauben sollte. Ich glaube, zu damali-95 r Zeit war die Lehre des Universalismus nicht in den Vereinigtenm^^ten bekanut. Ich bekenne mich selbst feierlich zu dem Glauben anBelohnungen und Strafen — an ewiges Glück oder Elend. Und meinBetragen in dieser Welt wird von diesem Glauben bestimmt. Ich binÜberzeugt, daß ich bei der Stimme, die ich über diese Abänderung abgebe,eine feierliche Verantwortlichkeit gegen jenen Gott übernehme, dessen Na-men man anruft. Und wenn ich glauben könnte, daß diese Abänderung

w Anhänglichkeit an den Glauben Derer, die denselben bekennen, schwä-