ßer Theil ihrer Völker mit Freude, Begeisttrung und Hoff-nung nach den Ufern der Seine hinblickee: da glaubten sie,nicht mehr müßige Zuschauer des gefährlichen Drama's blei-den zu muffen, und rüsteten sich, den neuen Geist, der überalldem Alten und Bestehenden dräuend emporstrebte, einen un-übersteiglichen Damm entgegensetzen, ja ihn in seinem eigenenBett aufsuchen zu müssen. Erst allmählig reiften solche Plane.Aber wie mit einem Zauberschlag änderte sich dadurch dieganze europäische Politik. Wenn seit dem wesiphälischen Frie-den, nachdem sie ihrer Vasallen Meister geworden, die Re-genten nur gegeneinander Kriege geführt und höchstensdaS Phantom des politischen Gleichgewichts verfolgt hatten:so verbanden sie sich jetzt zur A u fr e ch t h a l t u n g desmonarchischen Systems gegen das demokrati-sche der Völker, oder vielmehr gegen diejenige Nation,von welcher letzteres ausging, gegen die französische. Die-ser Kampf der Principien — wäre nicht so schnell erfolgt,wenn man die Revolution nicht angegriffen hätte: dadurchwurde sie auf ihr Ertrem getrieben, wie jedes Ding durchseinen Gegensatz: und weil sie anfangs siegreich war, wurdesie erobernd.
Es ist unsere eigentliche Aufgabe, den Mann zu schildern,unter dessen Banner sie die Welt durchflog, der Königreichestürzte, und Republiken gründete, die Republiken abschaffteund aus den zusammengeworfenen Massen neue Staaten undHerrschaften schuf, der die alten Eintheilungen, Grenzen, Ver-fassungen, Allianzen und Interessen zerstörte, um neue, uner-hörte an deren Stelle zu sitzen. Damit wir aber den Schau-platz kennen lernen, auf welchem die gewaffnete Hand derRevolution und Er so gewaltige Umwandlungen hervorrief:so fordert die Sache, auf das alte Europa, wie es vor dengewaltigen Umwälzungen, in die es sich selbst verwickelte, da-stand, einen kurzen Blick zu werfen; um so leichter werdenwir, was folgt, begreifen und beurtheilen.