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Europa's Zustand unmittelbar vor derRevolution.
Europa theilte sich in den 8»ger Jahren des vorigen Jahr-hunderts in See- und Landmächte.
Man kann die Seemächte theilen in die katholischen,protestantischen und neutralen. Letztere sind wenig bedeu-tend. Die katholischen gehörten den Bourbonen inFrankreich, Spanien, Neapel, und Sicilien. Dieprotestantischen sind Großbrittanien und Hol-land.
Unter den Landmächten sind die ausgezeichnetsten: Ruß-land, Oesterreich, Frankreich und Preußen.
Aber auch die kleineren Staaten werden von Bedeutung durchVerträge, Allianz oder Feindseligkeit mit den größeren.
1) Die pyrenäische Halbinsel im südlichen WestenEuropa's theilte sich in zwei Reiche — Spanien undPortugal.
Spanien, eines der gesegnetsten Länder der Welt,war schlecht bevölkert (denn obgleich fast so groß als Frank-reich, das rz Millionen zählte, hatte es nur io MillionenEinwohner), schlecht bebaut, und, ungeachtet der schönenStröme, in lässigem inneren Verkehr.
Der Geist der Nation war durch die Politik seiner Kö-nige getödtet.
Alle Produkte spanischer Schriftsteller passtrten sechs Cen-suren.
Die Geistlichkeit gab von den vielen Gütern, die sie be-saß, fast keine Abgaben, ausgenommen in allgemeinen Nöthen,und von neuem Erwerb.
Der Einfluß der Geistlichkeit und des Pabstes war unge-heuer, obgleich ohne das königliche: Erequatur keine Bulleverkündigt werden durfte.
Ein Oberinquisitionsgericht in Madrid und 18 Unter-Glau-bensgerichte in den Provinzen lehrten das Volk, daß „glau-ben besser sey, als forschen."
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