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Zweiter Band.
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Der Aberglauben nahm die meisten Gemüther ein, be-günstigt durch 90 ,»vo Priester und 20,000 Neunen in den22 Provinzen.

Diese übten einen furchtbaren Einfluß und begünstigtenihre Dienerin, die absolute Monarchie.

Der ccremvnivse Hof hielt fest an dem Hergebrachten, warlangsam in Entschlüssen.

Die Nation blieb fern von der Regierung. Die Eorteswurden nicht mehr zusammenberufen.

Der Staatsrath stand unter der Leitung des Königs, vondem alle Gewalt ausging.

Die Magistraturen der einzelnen Städte waren erblichoder verpachtet, oder mehrere in Einer Person vereinigt.

Nirgends beobachtete man den Unterschied der Ständemehr, als in Spanien.

Der Adel bestand aus Grandes, Caballeros und Hidalgos.Er hatte seine eigenen Gerichte und war von vielen Abga-ben befreit. Die Bourbvns nahmen ihm die protestircndeStimme gegen Reichsverordnungen: aber er besetzte die Ge-richtsstellcn in Städten und Dörfern.

Die Gerichte hielten an dem römischen und kanonischenRecht, und waren durch vielerlei Hofvervrdnungen und derenbeliebige Deutung verwirrt. Daher stand es im Ermessender Richter, mit dem Volk nach Belieben zu schalten.

Die Finanzen hatten vielfache und verschiedene Quellen.Ihre Erhebung war so schlecht obganisirt, daß sie dem Be-trug und der Spinnerei allen Vorschub leistete.

Die Auflagen wurden durch Intendanten erhoben.

Acht Erzbischöfe und 22 Bischöfe verzehrten 1,500,000 Du-katen jährliche Einkünfte, nach ihrer eigenen Berechnung.

Das Kriegswesen lag darnieder. Die Regimenter warenunvollzählig und demoralisirt: kaum 100,000 Mann standenauf den Beinen. Schleichhändler, Diebe und Mörder wur-den unter die Fahnen gebracht.

Eben so schlecht stand es mit dem Kriegsmaterial.