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Zweiter Band.
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Interessen keine Einheit zu Stande kommen. Sie gab dasganze Gewicht der Staatsgewalt in die Hände der Geld-und Erbaristvkratie. Sie bedrohte endlich die Freiheit derRepublik durch das überwiegende Ansehen des Statthaltersmit seinem die Würde selbst auf Weiber forterbenden Hanse.Auch hatte er viele Privatgüter und großen Einfluß in deneinzelnen Provinzen.

Zum Schaden des Staats schlug besonders die Parteiungaus, welche durch die getheilten Interessen in die Republikkam. Sie lahmte die Kraft der Nation, deren dieselbe, we-gen ihrer Verwickelung in die Welthandel, worein sie durchdie Lage am Meer, als Handelsmacht, kam, so nöthig be-durfte.

Das Haus Nassau-Oranien hatte große Verdiensteum die Niederlande seit dem Aufstand gegen Spanien, abereinen eben so großen Ehrgeiz. Auf der andern Seite .wardie Aristokratie in den Städten eifersüchtig auf ihre, vonder halbmonarchischen Erbstatthalterschaft bedrohten Vorrechte.Die großen adeligen Gutsbesitzer hielten es mit Oranien.Der Wettstreit dauerte lange unentschieden fort. Die FamilieOranien, von den europäischen Monarchen als ebenbürtig be-trachtet, stand in enger Verbindung und Verwandtschaft mitEngland. Die Opposition wendete sich nach Frankreich, wel-ches auf dieser Gränze vor seinen Feinden, den Engländern,gerne gesichert gewesen wäre. Endlich siegte 1747 die Parteider Erbsiatthaltcr. Allein die Opposition war deßwegen nichtvernichtet, und das unpolitische Betragen der Erbstatthalter,welche dem brittischen Interesse ergeben blieben, selbst alsdie Nation, feindselig gegen die Ausbreitung des englischenHandels aus Kosten der Holländer, laut eine Verbindung mitAmerika wünschte, machte den innern Zwist immer unver-söhnlicher.

Nachdem der Statthalter Wilhelm V. endlich nachgegebenhatte, wurde der Krieg gegen England, gerade wegen diesesZwistes, so lässig und unglücklich geführt, daß die allgemeine