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Zweiter Band.
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die jedoch aus eigener Machtvollkommenheit die Leibeigenschaftzuerst aufhoben, Ackerbau und Handel begünstigten, und Ge-dankenfreiheit gaben.

Allein das Bewußtseyn, dem Willen eines Einzigen unab-änderlich folgen, zu müssen, und der schwankende Besitz vonNorwegen, das schon der Lage nach zu Schweden gehört,schwächten in langem Frieden das Nationalgefühl und dieNationalkraft.

Auch war die Bevölkerung und Streitmacht allzuweit hin-ter dem Umfang des Landes zurück. Es hatte ungefähr zweiMillionen Unterthanen, neun Millionen Einkünfte, 4 v,oooMann Soldaten, 20 Linienschiffe und einen wahnwitzigen Kö-nig, Christian Vll., dessen Stelle seine Gemahlin Mathilde,eine englische Prinzessin, mit dem Grafen Struensee undBrandt versah, bis nach dem Sturze derselben sein SohnFriedrich Vl. die Regierung übernahm. Seit dem Tode Pe-ters III. von Rußland, der wegen Holstein Krieg erhebenwollte, stand Dänemark in gutem Verhältniß mit jenemReich. Doch ist zuverlässig, daß Skandinaviens Macht vonseinem riesigen Nachbar niedergehalten wurde.

L) Schweden. Die übermäßigen Kriegsanstrengungendieses Volks hatten seine Mittel erschöpft. Von außen wand-ten sich die Stürme nach innen. Ein unglücklicher Partei-kampf zwischen Aristokratie und Monarchie, zwischen Ruß-lands Einfluß und Frankreichs brachten die Ordnung desStaatshaushaltes in Gefahr. Endlich versicherte sich Gu-stuv III. durch eine unblutige Revolution einer ziemlich un-umschränkten Herrschaft, führte einen blutigen Seekrieg mitRußland, der ohne Entscheidung endete, und wurde schonwährend der französischen Revolution von der 'Aristokratieermordet.

Schweden hatte damals eine Volkszahl von etwa drei Mil-lionen Einwohner, ein Heer von 50,000 Mann. (Jetzt istauch Norwegen sein, und ein neues Königsgcschlecht auf demThron, der dem letzten aberwitzigen Gustav IV. gewaltsam