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Zweiter Band.
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wärtigen Angelegenheiten wird Ihnen den Bericht vorlesen,den er in meinem Rathe, über unsere politische Lage, erstat'

tet hat." Hierauf nahm Dumvuriez das Wort, um

alle Beschwerden aufzuzählen, welche Frankreich gegen denWiener Hof zu führen hatte, und die Versammlung imNamen des Königs um ihren Rath wegen einer Kriegser-klärung gegen den König von Ungarn und Böhmen zu bit-ten; als Veranlassungen nannte er: das feindliche Benehmendes Königs Franz, das sich in seiner absichtlichen Verzöge-rung der Fricdensunterhandlungen deutlich beurkunde; sodannden Zweck der Fürsten-Conferenzen zu Mantua, Reichen-bach und Pilnitz; den von dem Wiener Kabinct an dieKönige Europa's ergangcnen Ausruf zur Coalition gegenFrankreich; den öffentlichen Schutz, welchen es den Ausge-wanderten, die von der Nation als Hochverrüther erklärtseyen, habe angedeihcn lassen und seine kriegerischen Rührun-gen, endlich und hauptsächlich die dringenden Wünsche desVolks und die heiligen Gelübde seiner Vertreter, keine Ein-mischung fremder Mächte in ihre Angelegenheiten zu dulden.

Alsdann sprach Ludwig mit bewegter Stimme: „MeineHerrn, Sie haben die Resultate meiner Unterhandlungen mitdem Wiener Hofe vernommen; der Antrag des Verichtöist die einstimmige Meinung der Mitglieder meines Raths,ich selbst bin ihm beigetreten. Er entspricht dem mir mehr-mals kund gegebenen Wunsche der National-Versammlung, undden Gesinnungen vieler Bürger aus allen Theilen des Landes;alle wünschen eher Krieg, als daß die Verletzung der Würdedes französischen Volks, und die Bedrohung seiner National-sicherheit durch das Ausland noch länger geduldet werde. Ichmußte erst alle Mittel zur Erhaltung des Friedens erschöpfen.Heute komme ich, kraft der Verfassung, der National-Ver-sammlung den Krieg gegen den König von Ungarn und Böh-men vorzuschlagen."

Einiges Beifallklatschen folgte den Worten des Königs;aber im Allgemeinen bewirkte die Feierlichkeit und Große

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