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dieser Entscheidung ein ernstes und stilles Nachdenken derVersammelten. Als Ludwig den Saal verlassen hatte, be-schloß die Nationalversammlung für den Abend eine außer-ordentliche Sitzung, in welcher der Krieg beinah« einstimmigbeschlossen wurde.
In ganz Frankreich nahm man die Kriegsnachricht mitFreuden auf; allenthalben begann steh das Volk zu rührenund Vertheidigungsanstalten zu treffen. Man hob Rekrutenaus, und legte patriotische Geschenke auf den Altar desVaterlands, um Waffen anzuschaffen. Aber die Begeiste-rung des Volks konnte die Nachlässigkeit des Hofs nichtschnell genug gut machen. Die Aushebungen geschahen zuspät und zu langsam, daher durfte man bei Eröffnung desFeldzugs nur auf die regulären Truppen zählen, welche fol-gende Stellungen einnahmen: Die weite Grenzen von Dün-tarchen bis Hüningen wurde in drei Militärkommandos ab-g'tl-eilt. Auf dem linken Flügel von Dünkirchen bis Pbi-lippeville hatte sich die Nordarmee, ungefähr 4»,l>0N Mannmit 8,nun Pferden unter ihrem Oberbefehlshaber Rocham-beau aufgestellt. Das Centrum, 45,nnv Mann und 7,nunPlürde stark, von Philippeville bis an die Linien von Weis-senrurg, befehligte Lafapette, während Luckner an derSpitze d.r Rheinarmee, mit 5k>,lwo Mann und 8 OW Pferden,die Linien von Weissenburg bis Basel besetzte. Die Alpen-und Pprenäengrenze war dem General Montesquieu miteiner kleinen Armee anvertraut; aber dieser Theil Frankreichshatte am wenigsten zu befürchten. Rochambeau war derMeinung, man solle nur Vertheidigungsweise verfahren unddie Grenzen bewachen. Dumouriez hingegen stimmte für dieOffensive, um den Feind zu überraschen. Da man seinemUnternehmungsgeist vertraute, so setzte er seine Meinung durch.
Ein schneller Einfall in Belgien wurde beschlossen, undder Beistand des so vielfältig unterdrückten Volks, das aufdiesem Wege seine Freiheit erlangen konnte, erwartet. Du-mouriez ordnete daher einen gleichzeitig auf drei Seiten zu