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Zweiter Band.
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Lysander glaubtest, Wahrheit sey nicht mehr werth als Lüge,und man müsse die Männer mit Eiden hinhalten, wie manKinder mit Spielzeug unterhält; der sich nur gestellt hat,als liebe er die Gesetze, um die Macht zu behalten, die Dirzu ihrer Umgebung dient, und als liebe er die Verfassung,damit sie ihn nicht vom Throne stürze, auf dem er bleibenwollte, um sie zu untergraben; meinst Du uns jetzt durchheuchlerische Versicherungen irre zu führen? meinst Du unsdurch ein künstliches Gewebe von Entschuldigung über unsereUnfälle zu täuschen? hieß das uns vertheidigen, als Du demFremden so geringe Streitkräfte entgegensetztest, daß unsereNiederlage nicht einmal zweifelhaft seyn konnte? hieß dasuns vertheidigen, als Du die Gesetzesentwürfe zur Seite leg-test, die zum Zwecke hatten, uns im Innern größere Stärkezu geben? hieß das uns vertheidigen, als Du einen FeldherrnNicht zurecht wiesest, der die Verfassung verletzte, während Duden Muth derer fesseltest, die ihr dienten? Ließ Dir die Ver-fassung die Wahl der Minister zu unserem Heil oder zu unse-rem Verderben? Machte sie Dich zum Haupte unserer Heerezu unserem Ruhm oder unserer Schande? Gab sie Dir darumdas Recht der Bestätigung, einer Civilliste und so viele andereVorrechte, um durch die Verfassung das Reich und die Ver-fassung zu Grunde zu richten? Nein, nein! Mensch, demder Edelmuth der Franzosen kein Gefühl des Dankes abge-winnen konnte, den nur die Liebe zur Zwingherrschait rührt,— Du bist nichts mehr für die Verfassung, die Du so schänd-lich brächest, nichts mehr für das Volk, das Du so feig ver-riethest! —

„Aber nein, wenn unsere Heere nicht vollzählig sind, soist der König ohne Zweifel unschuldig daran; ohne Zweifelwird er die Maßregeln zur Rettung ergreifen, ohne Zweifelwird der Zug der Preußen nicht so siegreich seyn, als sie eshoffen; allein man mußte Alles voraussetzen und Alles sagen/denn nur Aufrichtigkeit kann uns retten." —

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