beeren von Roßbach wieder aufzufrischen hoffte. Aber derHerzog von Braunschweig, der Generalissimus des118,000 Mann starken Angriffshceres, war kein Friedrich!!,und die französische Nation war eine andere, als die unterLudwig XV.
Während der Unthätigkeit im Frühsommer hatte Lafayettesein Heer besser disciplinirt, Dumouriez, welcher im Lagervon Maulde noch unter Luckners Befehlen stand, seinen Trup-pen einen kriegerischen Muth und Selbstvertrauen eingeflößt.Auf diese Art war der Kern einer guten Armee gebildetworden.
Als die Feindseligkeiten wieder begannen, war der Kricgs-plan der Verbündeten folgender: der Herzog von Braun-schweig mit den Preußen sollte bei Coblenz über den Rheingehen, am linken Moselufer hinaufziehen, die französischeGränze auf ihrem zugänglichsten Mittelpunkte durchbrechen,und über Longwy, Verdun und Chalons gegen die Haupt-stadt heranrücken. Prinz 5) oh en lohe auf dem linken Flügelsollte mit den Hessen und einem Emigrantenkorps über Metzund Thionville vordringen, während General Clairfait,mit den Oestreichern und andern Emigranten auf dem rech-ten Flügel, Lafayette vor Sedan und Meziüres werfen, überdie Maas setzen, und über Rheims und Soiffons Paris ge-winnen würde. Andere Heerhaufen am Rhein und an derNordgränze hatten die Bestimmung, diesen Einfall zu un-terstützen.
Doch nicht sowohl die drohende Gefahr eines so mächtigenund wohl combinirten Angriffs, als vielmehr die Sprache,welche sich der Herzog von Braunschweig in einem von denverbündeten Monarchen genehmigten Manifeste gegen diefreie und große Nation der Franzosen erlaubte, erzeugte denplötzlichen Ausbruch des Bolkszornes gegen Diejenigen, zuderen Beschützung so übermüthige Retter herbeizueilen vor-gaben. Hier ist dieses unselig« Machwerk des Hochmuths