Band 
Zweiter Band.
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bot um diesen Zeitpunkt einen für die Franzosen traurigenAnblick dar.

Bei weitem die Mehrzahl der Departemens hatte sichgünstig für die geschehene Umwälzung erklärt; nicht so sicherwar man der Heere; sie hatten zur Fahne des konstitutio-nellen Königthums geschworen, und waren nicht so schnellauf der Hohe der politischen Begebenheiten. Am beunruhi-gendsten jedoch mußten für die Häupter in Paris die Gesin-nungen der beiden Oberfeltherren seyn, von welchen Lafa-yette, ein erklärter Gegner der Jakobiner, starr an derKonstitution von 1791 hing, und Luckner, ein schwacherGeist, der die Verhältnisse nicht zu würdigen wußte, unent-schieden zwischen „dem kleinen Vorfall in Paris",wie er den 10. August nannte, und „seinem FreundeLafa yette" hin- und herschwankte. Außerdem war ernicht der Mann mehr, einen Oberbefehl unter so schwierigenUmständen in seinem Greisenalter zu führen, wenn er auchnach Lafayette's Katastrophe sich mit schwächlichen Thränender siegreichen Partei hingab. Lafayette aber wagte in die-ser Krise den unglückseligsten und mit Recht getadeltstenSchritt seines Lebens. Sein Generalquartier war zu Se-dan; er stand vor dem sein Vaterland verwüstenden Feind,vor dem ManifesPHerzog von Braunschweig. Was auch inParis geschah, mochte er es billigen, oder nicht, seine Auf-gabe war, den Feind zu schlagen; nach diesem erst durfte er sich,n politische Kämpfe mischen. Statt dessen ließ er sich vonseinen Grundsätzen und der Einen Seite des Eides, den erdem Könige geschworen, hinreißen, die Verlegenheiten seinesohnehin zerrissenen Vaterlandes durch sein — unnationalesBetragen zu vermehren. „Er wollte, sagt Mignet, einenThron vertheidigen, der schon in Trümmern lag, und eineVerfassung, die nicht mehr war." Er hegte in Verbindungmit der Municipalität von Sedan und dem Direktorium desDepartements der Ardennen, den Plan, hier einen Mittel-punkt zu bilden, an welchen sich die übrigen konstitutionellen