Band 
Zweiter Band.
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Wenn sich daher allerdings nicht läugnen läßt, daß Paris,seinen gewaffneten Massen vertrauend, in jener Zeit derNoth bisweilen den Konvent und ganz Frankreich regierteund terrorisirte: so darf man dagegen antworten, daß diesesunziemliche Uebergcwicht nur kurz dauerte, während ein Un-terliegen gegen äußere oder innere Feinde von unabsehbarenunglücklichen Folgen gewesen wäre.

Bei dem ungeheuren Interesse, das man allgemein in derHauptstadt an den Staatsangelegenheiten nahm, machte na-türlich die revolutionäre Presse den größten Eindruckauf das Volk. Fast Niemand beschäftigte sich mehr mithäuslichen Gegenständen; die meisten Arbeiten wurden zuöffentlichen Zwecken gethan; man sammelte sich in Haufen,las die Journale oder Anschlagzettel vor, und besprach sichüber das, was zu thun sey. Der Moniteur war dasOrgan des Konvents und Ministeriums, im Sinne der je-desmaligen Machthaber geschrieben. Aber neben dieser offi-ziellen Zeitung gab es unzählige Parteiblätter, welche mitvölliger Ungebundenheit die politische Meinung ihrer Verfas-ser darlegten und das Volk zur Ausführung einluden. Dawurde zur Zeit des konstitutionellen Königthums ungescheutzur Verfolgung der Aristokraten, zur Absetzung des Königs,später zu den verschiedenen Aufstanden, zur Abschaffung desKönigthums, zu den Septembrisirungen aufgefordert; hierbekämpften sich die Parteien des Konvents, und denuncirtendie Namen ihrer Gegner dem Volkshasse. Einige der gele-sensten dieser Blätter sind: der mit Geist geschriebene „VleuxEoräelier" von Desmoulins; das Schmähblatt der „köreVucliene" von Hebert; der „Liiii clu xeuple" von Marat,worin er die Verdächtigen bezeichnete und kaltblütig dieKopfe berechnete, welche zum öffentlichen Wohl noch abge-schlagen werden müßten. Er täuschte sich nicht leicht, undwitterte z. B. zur Zeit ihrer glänzendsten Popularität inMirabcau und Dumouriez bereits die Verräther der Revo-lution. Auch Robespierre gab ein Blatt heraus: „I.»