Band 
Zweiter Band.
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der Unwidcrstehlichkeit ihrer materiellen Macht allzuviel zutrauen, wenn ein europäischer Bund, wie dieß gleich gesche«hen sollte, wider ihr Vaterland zusammentrat. Sie hattenzwar bedeutend zahlreiche Armeen auf den Registern, insFeld zu stellen dagegen kaum 220,000 Mann. In den La-gern — das Hauptlager des siegreichen Dumouriez mag alsMuster dienen — fehlte es an allem Nothwendigen. DerSoldat, welcher Herbst- und Winterieldzüge machen sollte,hatte weder die nöthige Uniform und nicht einmal Schuhe.Wenn in Paris der Sansculottismus (Hosenlosigkeit)Modeartikel war: so war er bei den Heeren ein traurigerNothartikel. Gar wohl erinnern sich die französischen Grenznach-barn noch des sonderbaren Aufzugs der von Allem entblößtenRepublikaner, welche die glänzenden und wohlgenährten Trup-pen deutscher Nation geschlagen hatten. Dumouriez, eheer in die Niederlande zog, hatte wegen dieses Zustands derHeere in Paris dringende Vorstellungen gemacht, und allemöglichen Unterstützungen ve r spr uch s w e i se erhalten. StattServan, welcher als Befehlshaber zum spanischen Beobach-tungsheer abging, war Pache Kriegsminister geworden, eineinfacher, aufgeklärter und unermüdlich thätiger Mann, wel-cher mit einem Bissen Brod in der Tasche den ganzen Tagauf seinem Bureau arbeitete. Bei beiden Conventsparteienwegen seines Fleißes und seiner Geschüftskenntniffe beliebt,hätte es ihm, wenn dieß überhaupt möglich war, gelingensollen, die Bedürfnisse der Heere in allen Beziehungen zuordnen. Doch hier hätte nur ein durchgreifendes GenieMittel finden können, nicht aber die auf ihren (zudem un-tergeordneten) Wirkungskreis beschränkte Mittelmäßigkeit.Im Staatsschatz war kein baares Geld; die Assignaten hat-ten den größten Theil ihres Werths verloren, und außerhalbFrankreichs wollte sie Niemand annehmen. Die versproche-nen Zufuhren an Kleidern, Munition, Lebensmitteln, Geldu. s. w. kamen immer verspätet und kaum zur Hälfte an.Daher die ewigen Klagen der Generale gegen die Minister.