Band 
Zweiter Band.
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Nationalkricg. Darin zeigte cr auch, gleich dem römischenSenat, Kraft, Consequenz, Muth und Ausdauer, und, dieUnvermeidlichkeit deS entsck>eidenden Kampfs anerkennend,warf er den Selbstherrschern Europa'- Ludwigs Kopf alsFehde-Handschuh hin.

Für die Schonung seines Lebens hatte Spanien Frie-densvermittlung und Anerkennung derRepublikversprochen. Der Convent war über diesen Antrag einfachzur Tagesordnung übergegangen. In Spanien «der mußteder weise Minister Äranda, welcher bisbcr den Friedenaufrecht gehalten hatte, dem schwachen und talentlose» Lieb»ling G odvi weichen, der unter englischem Einfluß sich feind-lich gegen Frankreich betrug. Spanien verließ jetzt seinennatürlichen Verbündeten gegen Englands Anmaßung auf derSee, und ließ sich wegen Familienverhältnissen verleiten, dieHandelsgleichheit vollends vernichten zu helfen.

Die junge Republik war weit entfernt, ihre Feinde zuzählen. Einer mehr, — desto größer war der Triumph!Allen kam sie mit der Kriegserklärung zuvor, das deutscheReich ausgenommen, auf dessen Boden schon seit demSeptember 1782 französische Armeen standen, unter derenSchutze der rheinisch deutsche Nationalconventin Mainz die Vereinigung der Strecke Landes von Speierbis Bingen mit der Republik beschlossen hatte; — das deut-sche Reich erklärte seinerseits am 22 . März 17S5 Frankreichden Krieg. Auch Neapel, das sich von seinem ersten Schrek-ken durch die Siege der Oestreicher erholte, schloß sich baldder Coalition an. So hatte denn die gerade ein halbesJahr alte Republik nicht weniger, als acht Mächte zu offe-nen Feinden, nemlich Oestreich, Preußen, Sardinien,England, Holland, Spanien, das deutsche Reichund Neapel. Zahl unv Stellung der vereinigten feindli-chen Schaaren waren folgende: