Band 
Zweiter Band.
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Verhaftungen, Rachethaten find nöthig! Was ist Unver-letzlichkeit? Ich trete sie mit Füßen_" Vergeblich wi-

dersetzte sich Dubois-Erancv den blutigen Vorschlägen; unterwildem Tumult wurden die Lichter gelöscht und beschlossen,daß ein Theil der Menge zu den Brudern Cordeliers, einanderer durch den Conventssaal ziehe. Das Leben der rech-ten Seite dieser Versammlung war bedroht, und Viele der-selben gingen nicht mehr in die Sitzung, oder trugen, wiedamals fast Jedermann, Waffen. Louvets Gattin hattezufällig die ihrem Gemahle und seinen Freunden drohendeGefahr vernommen, als sie zu Petion eilte, wo dieselben inruhiger Berathung versammelt waren. Sie theilte denselbenihre ängstlichen Besorgnisse mit. Psition aber, e'in kaltblü-tiger, keiner Furcht zugänglicher Mann, deutete unbewegtauf den in Strömen herabfallenden Regen und sagte: „ESwird heute Nacht nichts geben." Doch setzten sie sich inVertheidigungsstand unid Kcrvelvgan ließ die Brester, derenBefehl der muthige Kriegsminister Beurnonville ch übernahm,sich bereit halten. Die Minister, von allen Gewaltmittelnentblößt, waren bei Lebrun vereinigt, und wußten wedersich noch den Convent zu schützen. Der letztere befand sichin einer Art Belagerungszustand durch die Tribünen unddie Sperrung der Schranken. Jeden Augenblick erwartetendie vierzig allein anwesenden Deputirten cher rechten Seitedas Aeußerste, und hielten entschlossen ihre Pistolen gespannt,um sich bei dem ersten Angriff auf die Deputirten des Bergszu stürzen, und mordend zu fallen. Welche Momente! Aberimmer ist zu bedenken, daß sie die Minderzahl des Conventswaren, und dießmal mit der bloßen Angst davon kamen;indessen läßt sich dabei ein interessanter Blick auf die Giron-disten thun; offenbar war ihre Privatleidenschaft ebenso groß,als die der Jakobiner, deren sie so viele, wie möglich, noch

*) Seine spätere Auslieferung an die Oestreicher durch Dnnnniriej traben»ir bereirS erzählt.