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Zweiter Band.
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verlangte die „Reinigung" des Convents. Zu PariShatte man ein Bureau am Fuße des Freiheitsbaums er-richtet, wo die Petitionen unterzeichnet wurden. MehrereTage wirbelte schon die Trommel, an jeder Straßenecke lasman Aufforderungen zur Unterzeichnung. Guadet verlangteeine Anklage gegen Marat; „der Convent, rief Buzot, mußendlich einen Menschen von sich stoßen, welcher die öffent-liche Moral erniedrigt hat, dessen Seele nur Eine Berläum-dung, dessen ganzes Leben ein Gewebe von Verbrechen ist.Die Departemens werden den Tag segnen, an dem ihr daSMenschengeschlecht von einem Menschen befreiet, der esentehrt hat!" Noch kam die Ebene bisweilen der rechtenSeite zu Hilfe; Marat wurde in Anklagestand versetzt, demRevolutivnstribunal übergeben und svllte in die Abtei ge-schickt werden, entzog sich jedoch der Haft, waS er dem Con-vent meldete; bald darauf stellte er sich freiwillig im Gefäng-niß. Die Girondisten also waren es zuerst, welche gegenihre Gegner die Verletzung der Person eines Abgeordnetendurchsetzten. Dagegen erschien der Maire von Paris vorden Schranken, und verlangte im Namen von 35 (nachAndern von 48) Sektionen und dem Gemeinderath die Ver-treibung der Girvndistenhäupter, 22 an der Zahl. AufBoyer-Fonfrude's Vorgang wollten alle übrigen Glieder die-ser Partei das Loos ihrer Führer theilen. Die Bittschriftwurde jedoch fünf Tage nachher von der Versammlung fürvcrläumderisch erklärt.

Sobald das Gleichgewicht zwischen den Kämpfenden 'sicheinigermaßen wieder hergestellt- hatte, nahm der Conventseine eigentlichen Arbeiten auf. Die Katastrophen des aus-wärtigen Kriegs und die versöhnlicheren Anträge Koburgs,welche von dem Manifest des Herzogs von Braunschweigsehr verschieden lauteten, brachten die Versammlung auffriedfertigere Gesinnungen gegen die Mächte. Den 15. Aprilbeschloß der Nationalconvent: Frankreich wolle sichkünftig nicht mehr in die Staatsangel c gen hei-