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Zweiter Band.
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aller Ereignisse. DaS Niedcrhaltungswerkzeug, dessen er sschnach Innen bediente, war das Revvlutionsgericht,—ein bisweilen blindes, aber nützliches Werkzeug, das dieZeitgenossen nicht mit denselben Augen ansahen, wie wir.An den Anblick von Hinrichtungen unter dem, damit soverschwenderischen, Königthum gewöhnt, empfanden sie keinEntsetzen mehr bei dem Gedanken an den Tod, und hattenkeineswegs so großen Schrecken vor Blutvergießen, welcherdas schönste Resultat civilisirter, christlicher Erziehung ist.Gleichzeitige Schriftsteller entwerfen uns ein merkwürdiges,für die Franzosen charakteristisches Bild der Lebens- undSterbweise in jener blutigen Periode: „Man ergötzte sich,sagt Einer derselben, auf tausendfältige Weise an derTafel, beim Spiel, in den Schauspielen, während jedenTag das Blut in den Straßen von Paris stromweise floß.In allen nur halb modernen Salons fand.man fortwährendzwei Tageslisten aufgelegt, die der am vorigen Tage Hin-gerichteten und der Theaterstücke. Man ging mit derselbenGleichgültigkeit von der einen auf die andere über, strittsich über die Person eines Verurtheilten mit derselbenWärme, wie über den Namen einer Schauspielerin. Vonden Ersteren hatte man immer Einen gekannt, und mantröstete -sich über seinen Tod, indem man mit Einerder letzteren zu Nacht speiste. Diese schreckliche Gleich-gültigkeit war mehr Stumpfsinn, als Grausamkeit. Manhatte die Ansicht gefaßt, daß auf dem Schaffet sterben zuden gewöhnlichen Verhältnissen des bürgerlichen Lebens gehöre.Fast Niemand sträubte sich gegen dieß unselige Loos. Manwartete hier, wie in anderen Dingen, ohne Beklemmung,bis einen die Reihe traf; und gewann je die Ungeduld dieOberhand, so war es, weil die Reihe nicht schnell genugkam, daher man sich bisweilen durch ein höhnendes oderhöfliches Schreiben an Herrn Fouquier von Tainville(den öffentlichen Ankläger) in dieselbe drängte." Mont«gaillard, ein Ropalist, gibt noch weitere Details: „Beim