Band 
Zweiter Band.
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Feinde handeln; sie bekämpfen ihn nicht nur im Großenmit offenen Waffen, sondern auch im EinzUnen mit Dolchen.Der Fanalismus erreicht auf beiden Seilen den höchstenGrad, und reißt jedes Geschlecht, jedes Alter mit sich fort,Ein eraltirt-es, geistesstarkes Mädchen, Freundn, der Girondisten,Charlotte Cvrdap reist, mit Empfehlungsschreiben vonBarbaroux an den Deputirten Duperret, auS dem Calvadosnach Paris, um einen der Schreckensmanner zu ermorden,in dem Wahn, daß dem Vaterland dadurch ein Dienstgeschehe. Sie war jung, schön, und Schwärmerin für eineRepublik im Sinne der Girondisten. Letzteren war ihr Vor-haben unbekannt; sie gab Privatgeschäfte vor. Zwischen dreiSchreckensmännern schwankte il>re Wahl: Robespierre, Danton,Marat. Sie wählte Marat, als den gräßlichsten An-archisten, und wollt» ihn im Convent selbst, auf demBerge, mitten unt>r seinen Freunden ermorden. Aber seinerastlose Thätigkeit hatte ihm ein hitziges Fieber zugezogen;er mußte zu Hause bleiben, wo er jedoch sein Journalredigirte, und Denunciationen über Denunciationen an dieVersammlung, namentlich gegen die Generale Custine undViren, schickte; dieser war ihm ein alter Hofmann und Freundder Engländer, jener ein Verschwörer;, aus beide schleudertealso Marat, schon krank und sterbend, die 'erste Anklage,und erregte ihnen einen Volkshaß, dem sie endlich unter-lagen. Cordap suchte ihn persönlich zu sprechen, wurde abernicht angenommen; jetzt schrieb sie ihm, sie komme aus demCalvados, und habe wichtige Dinge zu berichten. Es wirkte;den 15. Juli, Abends 8 Uhr, erschien sie zum zweiten Malin Marals Wohnung. Dessen Haushälterin, eine jungeFrAi von 27 Jahren, mit der er in vertrautem Verhältnißlebte, machte einige Schwierigkeit. Marat, im Bade sitzend,hörte den Wortwechsel, und ließ Cordap eintreten. Alleinmit ihm, erzählt sie, was in Caen vorgeht, und betrachtetihn genau, bevor sie zur That schreitet. Er verlangt dringenddie Namen der zu Caen anwesenden Deputirten (der Gironde)