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zu erfahren; sie nennt dieselben, und er, eine Bleifederergreifend, schreibt die Namen mit den Worten: „Gut, siewerden alle die Guillotine besteigen." — Die Guillotine!...ruft Cordap entrüstet, zieht ein Messer aus ihrem Busen,und stoßt es Marat unter die linke Brust, den Stahlbis ins Herz nachbohrend. — „Zu Hilfe! schrie er, zuHilfe! meine liebe Freundin!" Auf diesen Ruf eiltdie Haushälterin herbei nebst einem Arbeiter, der Zeitungenfaltete; sie finden Marat in seinem Blut, und die jungeCordap ruhig, heiter, unbeweglich. Der Arbeiter streckt siemit einem Stuhlfuß nieder, die Haushälterin tritt sie mitFüßen. Der Lärm führt viele Leute herbei, und bald istdas ganze Quartier in Aufruhr. Die junge Cordap erhebtsich wieder, und verachtet würdevoll die Schmähungen undWuthausbrüche der Umstehenden. Mitglieder der Sektion,von ihrer Schönheit und dem ruhigen Muthe betroffen,womit sie ihre That gesteht, retten sie aus den zerreißendenHänden der Menge, und begleiten sie ins Gefängniß. Dortzeigte sie dieselbe Zuversicht und Entschlossenheit; sie dachtenicht daran, ihre That zu läugnen.
Dieser Meuchelmord erregte, wie, nach der HinrichtungLudwigs XVI., die Ermordung Lepelletier's, eine außerordent-liche Spannung der Gemüther. Die mit Dolchen bedrohtenRevolutionsmänner mußten nothwendig jede Schonung ver-lieren, da sie der Girondistenpartei nunmehr ein Affassincn-system zuschrieben, welches mit allen Waffen bekämpft werdendürfe. Man hat das Unterfangen der Cordap — sonderbargenug! — schön und heroisch gefunden, wir betrachten esnur als ein Produkt kränklich überspannter Phantasie, mitsehr verderblichen Folgen, denn die Gewalthaber des Tagsbemächtigten sich desselben für ihre politischen Zwecke. „Eineunterdrückte Meinung, sagt Thiers"), bezeichnet
) Das sagt Thiers, der Historiker: Thiers, der Minister, hatnun heute das gegen Louis Philippe gerichtete Aitcnrar des Fidschizoo», 28. Fulj I8ZS) zu richten, und — siehe da: er benutzt eS,