sich fast immer mit einem Dolchstoß; es ist nureine einzige, noch mehr als andere, verbitterteSeele, welche die That ersonnen und ausgeführthat, dennoch legt man sie allen Genossen der-selben Meinung zurLa st, und glaubt sich dadurchberechtigt, außerordentliche Rache an ihnen zunehmen, und aus dem Thäter einen Märtyrerseines Glaubens zu machen."
Der Prozeß Corday's wurde sehr summarisch geführt,und zwei Dcputirte, Duperret, der sie bei dem MinisterGarat eingeführt hatte, und Fauchet, den man auf denTribünen mit ihr gesehen haben wollte, darein verwickelt.Das Mädchen benahm sich auch vor dem Revolutions-tribunal mit unerschütterlicher Ruhe. Nach Verlesung derAnklageakte, als man zum Zeugenverhör schreiten wollte,unterbrach sie den ersten Zeugen: „Ich bin es, rief sie, dieden Marat getodtet hat!" — Wer hat Sie zu diesem Meuchel-mord veranlaßt? fragte der Präsident. — Seine Verbrechen. —Was verstehen Sie unter „seinen Verbrechen"? — Das Un-glück, dessen Urheber er seit der Revolution ist. — Wer sinddiejenigen, welche Sie zu dieser Handlung veranlaßt haben? —Ich selbst allein; erwiederte stvlz das Mädchen. Lange schonwar ich dazu entschlossen, und nie hätte ich Andere zu einersolchen That zu Rathe gezogen; ich wollte meinem Vater-land den Frieden geben. — Aber glauben Sie alle Maratgetödtet zu haben? — Nein, erwiederte traurig die An-geklagte, nein. — Sie verwarf nur ein Zeugniß, das gegenFauchet. „Ihr sehet, nahm am Schlüsse der Verhandlungihr Advokat das Wort, die Angeklagte gesteht Alles mitunerschütterlicher Zuversicht. Diese, aus einem gewissen Ge-
um AuSnahmSgesehe und AuSnahmSgerichte gegen die Presse undganz Frankreich durchzusehen! Seiner oben angeführter ganz richtigerWorte mag er sich als politischer Chef nicht mehr erinnern;die unparteiische Geschichte aber wird, ihn beurtheilend, darauf zurück-kommen.