Band 
Zweiter Band.
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Wahrheit war, was Barrere sagte: „Die Assignatenfabrikist reicher, als alle Goldminen, die der Spanier in Süd-amerika aufgewühlt hat." Mußte man die Assignaten, trotzihrer unmäßigen Vermehrung, im Nennwerthe annehmen,so konnte diesem Mißverhältnis; nur durch Erhöhung desWaarenpreises entgegengearbeitet werden; allein diese Spe-kulation wurde von den Diktatoren jener Tage durch dasMarimum abgeschnitten. Im Jahre 1793 überstieg dieSumme der Assignaten die Summe des gewöhnlichen Geld-umlaufs ums Dreifache. Es gab vier eigene große Manu-fakturen, wo Nichts, als Asflgnatenpapier verfertigt wurde.Bis auf den 1. August dieses Jahrs waren von der con-stituirenden und gesetzgebenden Versammlung und dem National-convcnt im Ganzen für 5, 100 , 010 ,840 Livres Assignatenerschaffen worden. Davon cursirten mit vollem Nennwerthenoch 3,217,222,05; Livres; nämlich die mit dem königlichenBildniß, im Werth von mehr als 100 Livres, hatten keinengezwungenen Umlauf, und sollten nur an Zahlungsstatt fürMobilien von Ausgewanderten angenommen werden.

Durch solche revolutionäre Finanzoperationen wird begreif-lich, wie der Schrecken in Frankreich so unglaublicheDinge, — wahre Wunder verrichtest konnte, wie dieserStaat im Stande war, den Krieg gegen fast ganz Europaviele Jahre lang mit ungeschwüchter Kraft auszuhalten. Dierevolutionäre Regierung vermehrte die Hilfsquellen der Re-publik in's Unerschöpfliche. „Das Geheimniß unserer Macht,pflegte Barrüre zu sagen, ruht auf den zwei großen Sätzen:1 ) Alle Franzosen sind Soldaten. 2) Das Ver-mögen aller Einzelnen macht im Noth falle dasStaatsvermögen aus." Dieser zweite Punkt gehörtenothwendig zur Aushebung in Masse. Um jedoch die Finanz-angelegenheiten des Staats zu vereinfachen, und die zuverschiedenen Zeiten, unter verschiedenen Bedingungen con-trahirte öffentliche Schuld unter Einen Nenner zu bringen,verordnete der Convent, den 24. August, die Einführung