Band 
Zweiter Band.
Seite
533
JPEG-Download
 

533

Besatzung des Fort les Bains dielt sich 56 Tage lang;schon I,atte sie 48 Stunden ohne Lebensniittel zugebracht,als sie sich endlich ergab. Am 25. Juni fiel auch die wich-tige Festung Bellegarde, ein Hauptschlüffel zu Frank-reich, nach 5itägigem Bombardement, in die Gewalt derSpanier. Die Pyrenäen waren nun für Frankreich verloren;ibre Feinde rückten bis auf eine Stunde von Pcrpignan;54,nun Spanier unter Ricardos standen gegen kaum io,»«oFranzosen unter de Flers. Eilboten um Verstärkung wurdenjetzt in dringender Hast nach Paris geschickt. Doch war diespanische Seite nicht der bedrohteste Punkt der Republik.

Im Osten hatte Ke ll e r >n a n n die Grenze bei Air ent°bloßen müssen, um Lyon zu belagern; in Folge davon wa-ren die Piemontescr wieder in Savoyen eingefallen.

Im Norden hatte die von dem General Chance! ver-theidigte Festung Condsi sich dem Prinzen Coburg ergeben;Valenciennes war von dem Herzvg von sstvrk eingeschlossen.Custine hatte die Rhein-Armee verlassen und den Oberbefehlder Nordarmce übernehmen müssen. Aus dem Cäsars-Lagerhatte er sich hinausdringen lassen. Valenciennes war «ach-ttägiger Beschießung in Feindeshand gefallen. Custine,nach Paris berufen, hatte seinen Kopf zum Schaffot getra-gen , Houchard als Oberbefehlshaber ihn ersetzt.

Nach der Uebergabe von Main; waren die Franzosen überden Rhein zurückgegangen. Hier fiel der tapfere Meunier,und Merlin von Thionville, Deputirter, schlug sich, wie eingemeiner Soldat. So gefahrvoll auf allen Seiten, wie wirschon früher bemerkt haben, war am Ende des August von17SZ die militärische Lage Frankreichs.

Aber das Aufgebot in Masse, beschlossen den 25. August,sollte bald seine Wirkung thun, und der Convent trat vorden Augen des erstaunten Europa's, das Frankreich für ganzerschöpft an Soldaten glaubte, auf einmal mit vierzehnArmeen auf. Er dekretirte Todesstrafe gegen Jeden, der aufFrieden, oder Unterhandlung mit einer feindlichen Macht,