Band 
Zweiter Band.
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S39

So hatte die Republik im Osten, wie im Nordenihre Grenzen siegreich wieder eingenommen. Das war dererstaunenswerthe Feldzug von 95, ein Werk des öffentlichenWohlfahrtsausschusses, der seinen feigen Lästerern nur dieWorte entgegenzuhalten braucht: „An diesem Tage habe ichdas Vaterland gerettet. Franzosen, lasset uns Gott dan-ken, der Frankreich beschützt!'> Der Feldzug von 1791 warnicht minder ruhmvoll: er verlegte den Kriegsschauplatz aufdas Gebiet der angreifenden Mächte, und gab sie in dieHände der Republik, die sie zu vernichten gehofft hatten.Ehe wir jedoch diese Reihe glorreicher Erfolge auszählen,möge hier eine klassische Stelle von Thiers über jeneEpochekriegerischer Begebenheiten Platz finden!

„Betrachtet man, sagt er, im Zusammenhang diesendenkwürdigen Feldzug von 1795, so kann man nicht umhin,ihn für die bedeutendste Anstrengung zu erklären, die jemalseine bedrängte Staatsgesellschaft gemacht hat. Im Jahr 179Lhatte die noch nicht vollzählige Koalition ohne Einhelligkeitund Nachdruck gehandelt. Die Preußen hatten in der Chain»pagne einen lächerlichen Einfall versucht; die Oestreichs inden Niederlanden sich auf die Bombardirung der FestungLille beschränkt. Die Franzosen warfen in ihrer ersten Be«geisterung die Preußen über den Rhein, die Oestreicher überdie Maas zurück, eroberten die Niederlande!, Mainz, Sa-voyen und die Grafschaft Nizza. Das große Jahr 95 eröff-nete sich unter sehr verschiedenen Umständen. Die Koalitionwar durch drei bis dahin neutrale Mächte verstärkt. Spanienhatte endlich über 50,ü00 Mann an die Pyrenäen geschickt»Frankreich dem Ministerium Pitt eine offene Erklärung ab-genvthigt. England und Holland waren zugleich der Koali-tion beigetreten, die sich somit verdoppelt sah, und, nachgenauerer Kenntniß des zu bekämpfenden Feindes, ihreStreitkräfte vermehrte, entschlossen, eine entscheidende An-strengung zu machen."

„Im Monat März begann Dumouriez mit einer Toll-