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Zweiter Band.
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stand , zu thun möglich war. Er war eben im Begriff, diefünf Häfen der Insel in seine Gewalt zu bringen, als dererschreckte Senat von Genua bei Frankreich Hilfe suchte. 2»lJabr 1761 übernahmen sechs französische Bataillone die Be-wachung der Seestädte; und unter ihrem Schilde erkanntendiese Plätze fortwährend die Oberherrstchkeit des Senats.

§. 4.

Jene französischen Besatzungen blieben neutral und nah-men keinen Theil an dem zwischen den Corsen und Genue-sern fortdauernden Kriege. Die französischen Offiziere offen,barten laut die günstigsten Gesinnungen für die Insulanerund die feindseligsten gegen die Oligarchen, was den Wider-willen gegen dieselben bei allen Slädte-Bewohnern vollendete.Im Jahr 1788 sollten diese Truppen nach Frankreich zurück-kehren ; mit Ungeduld hatte man auf dwstn Augenblick ge-wartet; keine Spur der genuesischen Herrschaft blieb aufder Insel übrig: da faßte der Herzog von Choiseul den Ge-danken , Corsica mit Frankreich zu vereinen. Die Erwer-bung schien ihm wichtig, als natürliches Anhängsel der Pro-vence, als geeignet, den Handel der Levante zu decken undkünftige Operationen in Italien zu begünstigen. Nach lan-gem Zögern willigte der Senat (von Genua) ein, und Spi-nola, sein Gesandter in Paris, unterzeichnete einen Vertrag,worin die beiden Mächte übereinkamen, daß der König vonFrankreich die Corsen unterwerfen, entwaffnen und so langeregieren sollte, bis die Republik im Stande wäre, ihm dieAusgaben zu vergüten, welche diese Eroberung gekostet hätte.Nun brauchte man aber mehr als zo,voo Mann, die Inselzu unterwerfen und entwaffnen, und mußte mehrere Jahrelang zahlreiche Garnisonen daselbst unterhalten; dieser Auf-wand bestes sich nothwendig auf Summen, welche die Re-publik von Genua weder ersetzen gekonnt, noch gewollthätte.

Auch sahen es die beiden contrahirenden Parteien wohl