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ein, aber die Oligarchen glaubten durch diese Bedingungihre Ehre in Sicherheit bringen und die Gehässigkeit be-mänteln zu müssen, welche in den Augen von ganz Italienauf sie zurückfiel, wenn man sie frohen Muthes einen Theildes vaterländischen Bodens an eine auswärtige Macht ab-treten sah. Ehoiseul erblickte in dieser Wendung ein Mit-tel, England zu täuschen, und wenn es seyn müßte, dasGanze aufzugeben, ohne daß alsdann die französische Ehredarunter litte. Ludwig XV. wollte keinen Krieg mit Eng-land.
Der französische Minister trat mit Paoli in Unterhand-lung: er verlangte von ihm, daß er sein Land zur Unter-werfung an den König bewege, und daß sich dasselbe, ge-mäß dem von früheren Consulten einigemal geoffenbartenWunsche, aus freien Stücken als Provinz des Königreichsanerkenne. Als Preis solcher Willfährigkeit bot man PaoliReichthum, Ehrenstellen; auch konnte ihn der große undcdelmüthige Charakter des Ministers, mit dem er unterhan-delte, in keiner Unruhe über diesen Gegenstand lassen. Erverwarf jedes Anerbieten mit Verachtung, berief die Con-sulta und legte ihr den bedenklichen Stand der Dinge vorAugen, verhehlte ihr keineswegs, daß der Streitmacht Frank-reichs zu widerstehen unmöglich sey, und er nur unbestimmteHoffnung, aber durchaus keine Sicherheit einer Dazwischen-kunft Englands habe. Nur Ein Ruf ließ sich vernehmen:Freiheit, oder Tod! Er bat nachdrücklich, man mögesich nicht leichtsinnig aussehen; nicht ohne Ueberlegnng, undmit bloßem Enthusiasmus lasse sich ein solcher Kampf unter-nehmen. Ein junger Mann, Abgeordneter bei der Consulta,vollendete die Entschlossenheit der Gemüther durch eine Redevoll Glut; er kam von Rom und Pisa, und war von jenerBegeisterung erfüllt, welche die Lesung der Alten einhaucht,und die in den Schulen herrschte. „Wenn der bloße Wunschhinreichte, um frei zu seyn: so wären es alle Völker derErde. Dennoch ist es wenigen gelungen, die Wohlthaten